Kreistag St. Wendel beschließt bedarfsorientierte Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen bis 2026

Kindergarten Oberthal
Symbolbild

Der Kreistag St. Wendel hat in seiner jüngsten Sitzung einen umfassenden Entwicklungsplan für die Kindertageseinrichtungen im Landkreis beschlossen. Dieser Plan erstreckt sich über die Jahre 2024 bis 2026 und legt einen Fokus auf die bedarfsorientierte Schaffung von Betreuungs- und Bildungsangeboten für Kinder.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf steht im Mittelpunkt der Jugendhilfeplanung im Landkreis St. Wendel. Gemäß dem Saarländischen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsgesetz (SBEBG) ist der öffentliche Jugendhilfeträger dazu verpflichtet, in Zusammenarbeit mit Gemeinden, anerkannten Trägern der freien Jugendhilfe und anderen relevanten Stellen den Bedarf an Plätzen für Kinder in Kindertageseinrichtungen und der Kindertagespflege zu ermitteln.

Der nun verabschiedete „Entwicklungsplan Kindertageseinrichtungen im Landkreis St. Wendel für den Zeitraum 2024-2026“ wurde in enger Abstimmung mit den Gemeinden, der Kreisstadt St. Wendel und den anerkannten freien Trägern der Jugendhilfe erarbeitet. Dieser Entwicklungsplan sieht für die nächsten drei Jahre den Ausbau von 132 Krippen- und 444 Kindergartenplätzen vor.

Aktuell stehen im Landkreis St. Wendel in 40 Kindertageseinrichtungen insgesamt 837 Krippenplätze (0 – 3 Jahre), 2727 Kindergartenplätze (3 – 6 Jahre) und 100 Hortplätze zur Verfügung. Durch das Kooperationsmodell Schule – Jugendhilfe in den Freiwilligen Ganztagsschulen in Marpingen, Niederkirchen und St. Wendel werden weitere 540 Plätze für Kinder im Schulalter angeboten. Der Versorgungsgrad für Krippenkinder (0 – 3 Jahre) beträgt zum Stichtag 01.08.2023 42 %.

Landrat Udo Recktenwald betonte die Vorreiterrolle des Landkreises in der Beschaffung von Plätzen, die die Gesamtbetreuung bis zur Schulzeit umfasst. Er wies darauf hin, dass der Landkreis einen erheblichen Finanzierungsanteil übernimmt, um sicherzustellen, dass die Träger ausreichend Plätze schaffen können. Der Entwicklungsplan sieht eine Steigerung der Krippenplatzquote von 42% auf 49% vor und im Bereich über 3 Jahren eine Erhöhung von 99% auf 115%. Maßnahmen sind quer durch alle Gemeinden hinweg vorgesehen.

Dennis Meisberger (CDU) äußerte sich positiv zur Weiterentwicklung der Betreuungsangebote und betonte die Wichtigkeit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die CDU-Fraktion unterstützt den Entwicklungsplan bedarfsgerecht und signalisiert, dass der Landkreis sich um Familien mit Kindern kümmert.

Die SPD-Fraktion begrüßt ebenfalls die Erhöhung des Betreuungsangebots und hebt die Vorreiterrolle des Landkreises hervor. Der Entwicklungsplan wird von der SPD positiv aufgenommen.

Der Beschluss wurde mit einer Gegenstimme aus der AfD-Fraktion angenommen.

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