„Gemeinsam aktiv. Mobil im ländlichen Raum“

Bahnradweg im Sankt Wendeler Land gewinnt im Bundeswettbewerb

Uwe Luther, Dezernent für Bildung, Struktur und Sicherheit beim Landkreis Sankt Wendel, präsentiert während der Preisübergabe den Bahnradweg Sankt Wendeler Land (Foto: Indra Rauber)

Der Bahnradweg Sankt Wendeler Land wurde kürzlich als einer der Gewinner im bundesweiten Wettbewerb „Gemeinsam aktiv. Mobil im ländlichen Raum“ ausgezeichnet. Dieser Wettbewerb würdigt erfolgreiche Projekte zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs. Der barrierefreie Bahnradweg Sankt Wendeler Land, der im Mai 2023 eröffnet wurde, verbindet die Gemeinden Freisen, Nohfelden und Nonnweiler entlang ehemaliger Bahntrassen. Der 30 Kilometer lange Weg ist sowohl für den Alltagsverkehr als auch für Freizeitzwecke geeignet und bietet Anbindungen an Gewerbegebiete, Schulen, Freizeiteinrichtungen und andere Radwege.

Udo Recktenwald, Landrat des Landkreises Sankt Wendel, äußerte sich erfreut über die Auszeichnung: „Eine verdiente Auszeichnung für unseren Bahnradweg – ein Leuchtturmprojekt mit Strahlkraft weit über unsere Region hinaus. Ist doch die Stärkung umweltfreundlicher Mobilität ein brandaktuelles Thema. Zudem ist der Bahnradweg ein gelungenes Beispiel der interkommunalen Zusammenarbeit: Der Landkreis und die beteiligten Kommunen zogen an einem Strang, um dieses Großprojekt umzusetzen. Eine Anstrengung, die sich ausgezahlt hat und von der jeder, insbesondere unsere Bürgerinnen und Bürger, profitiert.“

Die Gewinnerprojekte des Wettbewerbs, darunter der Bahnradweg Sankt Wendeler Land, erhalten jeweils 5.000 Euro und werden im Online-Nachschlagewerk für Mobilitätslösungen, Mobilikon (www.mobilikon.de), präsentiert. Mobilikon unterstützt Kommunen bei der Suche nach maßgeschneiderten Mobilitätslösungen, die ihren Herausforderungen gerecht werden.

Die Parlamentarische Staatssekretärin Elisabeth Kaiser sagte anlässlich der Auszeichnung: „Für gleichwertige Lebensverhältnisse brauchen wir innovative Konzepte für die Lebensqualität in ländlichen Räumen. Mobilität ist dafür eine der wichtigsten Voraussetzungen.“ „Die Förderung des Fuß- und Radverkehrs ist nicht nur ein Großstadt-Thema“, ergänzte BBSR-Direktor Dr. Markus Eltges. „Auch kleinere Städten und Gemeinden können damit punkten und die Menschen dazu animieren, das Auto häufiger stehen zu lassen. Der Wettbewerb wirft ein Schlaglicht auf das Engagement vor Ort und lädt dazu ein, sich von den guten Beispielen inspirieren zu lassen.“

Der Wettbewerb fand im Rahmen des Programms „Region gestalten“ statt, das speziell auf Vorhaben in ländlichen Gebieten ausgerichtet ist und darauf abzielt, deutschlandweit gleichwertige Lebensverhältnisse zu fördern, ein zentrales Anliegen der Raumordnungspolitik des Bundes. Das BBSR bereitet innovative Ansätze für die Praxis auf und leitet daraus Erkenntnisse ab, die auf ländliche Regionen übertragen werden können.

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