„Einen Baum zu pflanzen, heißt an die Zukunft zu glauben“

Eitzweiler pflanzt Baum der Hoffnung

In Eitzweiler wurde ein Baum der Hoffnung gepflanzt (Foto: Franz Rudolf Klos) Foto: B & K Bonenberger & Klos

Eitzweiler. Der Eitzweiler Ortsrat hat vor einem Jahr beschlossen, in Erinnerung an die einschneidende Corona-Pandemie einen Baum der Hoffnung als Signal des Lebens am Brunnenplatz in der Eichenstraße neu zu pflanzen und ein Erinnerungsschild dort anzubringen. Auf dem Schild: In Erinnerung an die Corona-Pandemie ab 2020. In Gedenken an alle Menschen, die mit oder an COVID verstorben sind oder unter Corona leiden. Daneben ein Foto einer Rotbuche. Nun ist die Anpflanzung einer jungen Rotbuche, Baum des Jahres 2022, am Brunnenplatz in der Eichenstraße erfolgt.

„Einen Baum zu pflanzen, heißt an die Zukunft zu glauben“, so Ortsvorsteher Gerald Linn. Frei nach dem früheren chinesischen Philosophen Konfuzius: „Wer einen Baum pflanzt, wird den Himmel gewinnen“. Diese Art des Gedenkens habe ihn im letzten Jahr in Wiesbaden beeindruckt. Er dankte der Gemeindeverwaltung Freisen und dem Gemeindebauhof für die Unterstützung, dem Nachbarn Rüdiger Weynand für die gerade in der trockenen Sommerzeit unerlässliche Bewässerung, der Firma Bettinger aus Freisen für die Gestaltung des Schildes sowie der Kreissparkasse St. Wendel für die großzügige Förderung.

Bürgermeister Karl-Josef Scheer meinte: „Jeder müsse die Folgen der Pandemie persönlich verarbeiten und gehe anders mit der Thematik um.“ Er unterstütze die Baumpflanzaktion des Eitzweiler Ortrates, der Freisener Ortsrat habe sich für ein Corona-Kreuz neben dem Seuchenkreuz auf dem Füsselberg entschieden.

Der Minister für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit, Dr. Magnus Jung, ließ es sich nicht nehmen und kam nach Eitzweiler. Er lobte die Aktion der Verantwortlichen. Die Pandemie sei noch lange nicht vorbei und habe in diesem Jahr stärker zugeschlagen, als in der öffentlichen Wahrnehmung ankomme. Bis jetzt seien 2022 im Saarland 462 Menschen an oder mit Corona gestorben, im Juli alleine 52 Personen, was sehr erschreckend sei. Man blicke seit Mitte März 2020 auf fünf Infektionswellen zurück.

Für den kommenden Herbst und Winter sagten die Prognosen noch höhere Fallzahlen voraus. Der Entwurf des Infektionsschutzgesetzes bildet ab 1. Oktober die Grundlage für das Pandemiemanagement. Es müsse aber nachgebessert werden. Er wünscht sich, dass sich ein möglichst großer Teil der Bevölkerung noch einmal impfen lässt.

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