Aktien, Kryptowährungen oder ETFs sind zur Zeit in aller Munde wenn es darum geht sein Geld für sich arbeiten zu lassen und den sorgenfreien Ruhestand zu sichern. Neben all diesen bereits altgedienten und bereits etablierten Anlageklassen gibt es allerdings eine weitere, meist weniger Beachtung findende Asset-Klasse. Die Rede ist von den dänischen Bausteinsets: von LEGO.
Bei dieser Form der Investition gilt es, stark reduzierte Sets kurz vor dem Ende ihrer Marktlaufzeit zu erwerben und einzulagern. Sind die Bausteinsätze einmal nicht mehr im freien Handel zu ergattern steigen die Preise in den Onlineportalen meist bereits an. Die mangelnde Verfügbarkeit führt dazu, dass kaufkräftige Kunden bereit sind horrende Summen zu zahlen.
Zwischen dem Kindlichen Spielvergnügen und dem Sammelgedanken im höheren Alter liegen meist die sogenannten ,,Dark-Ages“. Eine Zeitspanne, in welcher sich die Prioritäten verschieben und meist Karriere und andere Freuden, welche das Leben Junger erwachsener bereithält, in den Vordergrund rücken.
Alle in dieser Zeit erschienen Sets, möchten die nun wieder am entspannten Tüfteln interessierten Erwachsenen natürlich dennoch in ihre Sammlung aufnehmen. Diese Tatsache macht man sich als Investor zunutze und verkauft die bereits im Lager befindlichen Bausätze mit der entsprechenden Rendite an die Sammler.
Informiert man sich im Vorfeld ausgiebig mit den geeigneten Themenreihen und kauft lediglich vielversprechende Sets zu sehr guten Preisen, so sind Renditen von 100% bis teilweise sogar 1000% durchaus realistisch und mit der nötigen Geduld auch umsetzbar. Die Einzige Bedingung ist das ungeöffnete und sichere Einlagern der Kartons. Ist dieser nämlich beschädigt oder die Bausteine gar aus der Verpackung entnommen, gehen die Renditechancen gegen Null.
So erzielt das 2008 erschienene „Taj Mahal“, welches zu einer UVP von 250 Euro auf den Markt gebracht wurde heute Verkäufe im Bereich von etwa 2.500 Euro.
Um im Bereich der Lego Investments seriös Fuß fassen zu können, bedarf es allerdings einiger Fähigkeiten und Formalien. So muss man Beispielsweise eine Gewerbeanmeldung durchführen und einen gewerblichen Shop bei einem Onlinemarktplatz eröffnen. Ebenfalls muss man sich mit sämtlichen rechtlichen Gegebenheiten im Bereich Onlinehandel vertraut machen, um unangenehme Anwaltsschreiben zu vermeiden. Auch sollte man sich darüber im Klaren sein, dass man eine Menge Geduld und das nötige Kapital mitbringen muss, um die langen Wartezeiten und etwaige Fehlkalkulationen auffangen zu können. Risikofrei ist auch diese Anlageform zwar keineswegs, allerdings handelt es sich um eine sinnige Beigabe zur bereits bestehenden Vermögensallokation.




