Die Zahl der Arbeitslosen ist im Kreis St. Wendel wieder leicht gestiegen. Im Juni waren 1.766 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 27 mehr als im Mai und 19 mehr als vor einem Jahr. Den Anstieg verzeichnete alleine das Jobcenter im Kreis, bei der Arbeitsagentur waren – auch gegenüber dem Vorjahr – weniger Personen gemeldet. Die Arbeitslosenquote hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent erhöht.
Die Arbeitslosenquoten aller saarländischen Landkreise im Vergleich:
St. Wendel 3,8 Prozent, Kreis Saarlouis 5,2 Prozent, Merzig-Wadern 5,7 Prozent, Saarpfalz-Kreis 5,8 Prozent, Kreis Neunkirchen 8,5 Prozent, Regionalverband Saarbrücken 10,0 Pro-zent.
Der Anstieg war vor allem bei den Männern zu beobachten (plus 35 auf 995). Bei den Älteren ab 50 Jahren (656) und den Jüngeren unter 25 Jahren (82) hielt sich die Arbeitslosigkeit auf dem Niveau von Mai. Auffällig ist der Anstieg bei der Personengruppe der Ausländer. Hier waren 337 Menschen arbeitslos gemeldet, 88 mehr als im Mai und 159 (plus 89,3 Pro-zent) mehr als im letzten Jahr. Grund waren verstärkte Zugänge aus Asylzugangsländern, hauptsächlich aus Syrien.
„Dass die Chancen auf dem heimischen Arbeitsmarkt gut sind, zeigen die stabilen Stellenzugänge und die bereits seit drei Jahren rückläufigen Juni-Arbeitslosenzahlen bei den Kunden der Arbeitsagentur“, betont Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland. „Diese Personen sind meist nur kurzzeitig arbeitslos, damit nahe am Arbeitsmarkt und schnell wieder zu vermitteln. Leider können die Menschen, die schon ein Jahr und länger arbeitslos sind, von diesem Aufschwung nicht in gleichem Maß profitieren. Sie laufen Gefahr, dass sie sich zunehmend vom Arbeitsmarkt entfernen. Dies betrifft vor allem Personen, die über keine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen“, so Haßdenteufel.




