St. Wendel: „Helfen macht Spaß – AG“ der Gemeinschaftsschule Theley erfolgreich gestartet

St. Wendel. Am Mittwoch fand im Dach der Kreissparkasse St. Wendel ein Motivationstag für die Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Theley, die sich für die „Helfen macht Spaß – AG“ angemeldet haben, statt. Mithilfe eines Alterssimulationsanzugs und einer Rollstuhl-Rallye durch St. Wendel, hatten die Jugendlichen Gelegenheit, sich in die Bewohner von Seniorenzentren besser hineinversetzen zu können.

Anke Veit, Lehrerin an der Gemeinschaftsschule Schaumberg-Theley hat die „Helfen macht Spaß – AG“ ins Leben gerufen. Inspiration dazu fand sie in dem Projekt der Wendelinus Stiftung „Mach Deiner Generation alle Ehre! Engagier´Dich ehrenamtlich für den Austausch der Generationen“. In diesem Projekt verbrachten rund 100 Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen des Landkreises einen Teil ihrer Herbstferien in Seniorenzentren.

Für die Stiftung war es ein sehr gelungenes Projekt, was sich auch später noch zeigte: einige Schüler, die daran teilgenommen hatten, haben sich danach auch außerhalb des Projekts ehrenamtlich in Seniorenzentren engagiert.

Gerade diese Jugendlichen sind es, die durch ihre Wertschätzung den Bewohnern zeigen, dass sie nach wie vor ein wertvoller Teil der Gesellschaft sind.

Als die Lehrerin Anke Veit diese Idee im Rahmen einer AG aufgreifen wollte, sagte die Wendelinus Stiftung sofort ihre Unterstützung zu. Gemeinsam mit Seniorenzentren haben sie das Konzept der AG und des Motivationstages entwickelt. Die Schüler sollten vor der Praxis durch eigenes Erleben eine gewisse Empathie für die Situation der Bewohner entwickeln.

So kam auch ein Alterssimulationsanzug ins Spiel. Wer ihn anhatte, musste gleich 30 kg mehr mit sich rumtragen. Dieser Anzug simuliert unter anderem die eingeschränkte Bewegungsfreiheit älterer Menschen und die Schüler staunten nicht schlecht, als ihnen einfache, alltägliche Dinge, wie Haare zusammenbinden, nicht oder nur schwer möglich waren.

„Ich schätze nun viel mehr, dass ich gehen kann“, sagte Nevin, die an der Rollstuhl-Rallye durch die Stadt teilnahm. Berghoch wie bergab waren gleichermaßen schwer zu fahren, berichteten die Schüler. Eine Schülerin erzählte auch davon, dass ihr sehr stark aufgefallen sei, dass Passanten sie anstarrten. Ein Gefühl, das sie so zuvor nicht hatte. Barrierefreiheit wurde plötzlich zum Thema. Ihnen fiel auf, dass viele Gebäude gar nicht so einfach für Rollstuhlfahrer zu erreichen sind und es wesentlich länger dauert, auf den Fahrstuhl angewiesen zu sein, als einfach schnell die Treppen nehmen zu können.

Dieser Motivationstag hatte auf jeden Fall seinen Zweck erfüllt. Nicht nur, dass die Schüler ihre eigene Gesundheit noch mehr zu schätzen wussten, auch dass sie viel mehr das Gefühl hatten, sich nun besser in Menschen, die sich tatsächlich in solchen Situationen befinden, hineinversetzen zu können.

Auf die Frage, warum sie an dieser AG teilnehmen waren sich alle recht einig: sie wollen sich sozial engagieren, helfen, für andere da sein und vielleicht später auch in beruflicher Hinsicht in diese Richtung gehen und somit schon mal Erfahrung sammeln.

Die AG geht sechs Monate lang und verspricht für alle Beteiligten eine spannende und erfahrungsreiche Zeit zu werden.

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