Wird im St. Wendeler Land zu viel gebaut?

Das Institut der Deutschen Wirtschaft hat in seiner aktuellen „Baubedarfsanalyse“ aufgezeigt, dass nach Meinung des Instituts insbesondere im ländlichen Raum zu viel gebaut wird.

In der Studie heißt es zur Bautätigkeit auf dem Land: „Die Ursachen für diese Überbauung des ländlichen Raums sind vielfältig. Sehr stark wirken hier die Niedrigzinsen, welche die Finanzierung günstiger und damit den Kauf einer Immobilie attraktiver machen. Auch die Erschwinglichkeit von großen Einfamilienhäusern ist damit in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Wenngleich die Baukosten in der Vergangenheit ebenfalls stetig angezogen sind, wirkt der Zinseffekt der letzten Jahre deutlich stärker auf die Gesamtkosten beim Kauf eines Hauses. Hinzu kommt, dass in ländlichen Räumen Bauland reichlich vorhanden ist. Während in den Großstädten verfügbare Grundstücke den entscheidenden Flaschenhals darstellen, versuchen in vielen ländlichen Regionen Bürgermeister nach wie vor durch die großzügige Ausweisung von Bauland neue Einwohner anzuziehen. Dies gelingt jedoch kaum, da gerade junge Menschen aufgrund besserer Ausbildungsmöglichkeiten, besserer Infrastruktur und vor allem der besseren Arbeitsmarktchancen in die Städte ziehen. Angesichts der günstigen Finanzierungen werden im ländlichen Raum aber Neubauten gegenüber Altbauten bevorzugt. Damit entstehen neue Leerstände, da die Bevölkerung insgesamt im ländlichen Raum schrumpft, und vor allem veröden zunehmend die Dorfzentren.“  

Im St. Wendeler Land sehen die Zahlen wie folgt aus:

Derzeit werden nach der Studie 33 Wohnungen benötigt, aber 240 Wohnungen gebaut. Das sind 780 % über dem Bedarf. Die detaillierten Zahlen kann man hier einsehen.

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