EU-Vizepräsidentin Barley besuchte Gemeinschaftsschule Schaumberg und stellte sich Schülerfragen

Foto: GemS Schaumberg

Rund 150 Schülerinnen und Schüler der achten Klassen sowie zwei Kurse „Soziale Verantwortung“ der Gemeinschaftsschule Schaumberg Theley haben am 24. September die Europaabgeordnete und Vizepräsidentin des EU-Parlaments Katarina Barley empfangen. Im Zentrum des Besuchs stand das Thema „Demokratie vor Ort“ – und die Frage, was junge Menschen selbst zum Erhalt demokratischer Werte beitragen können.

Barley erläuterte den Jugendlichen, dass demokratisches Zusammenleben nicht nur bei Wahlen oder in politischen Institutionen stattfinde, sondern bereits im persönlichen Umfeld beginne: bei gegenseitigem Respekt, beim Zuhören, beim Aushandeln unterschiedlicher Interessen und bei der Bereitschaft, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen. Schulleiterin Ute Strozynski begrüßte den Gast und unterstrich die Bedeutung solcher Begegnungen für die schulische Demokratiebildung. Organisiert hatte die Veranstaltung Lehrer Michael Schu, dem es ein Anliegen war, den Jugendlichen einen unmittelbaren Zugang zu demokratischen Themen und politischen Entscheidungsprozessen zu ermöglichen.

Nach einem Impuls der Politikerin nutzten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, eigene Fragen zu stellen – darunter auch kritische. Einige hinterfragten politische Entwicklungen und wollten wissen, wie Demokratie mit unterschiedlichen Meinungen, Konflikten und gesellschaftlichen Herausforderungen umgehen kann. Barley nahm sich Zeit, auch auf kritische Nachfragen ausführlich einzugehen.

Die Eindrücke der Jugendlichen zeigten, dass der Besuch zum Nachdenken anregte. „Ich habe gemerkt, dass Demokratie nicht einfach bedeutet, dass wir wählen dürfen. Sie hat auch damit zu tun, dass wir unsere Meinung sagen können und andere Meinungen aushalten müssen“, fasste eine Schülerin zusammen. Ein anderer Schüler betonte: „Für uns ist es normal, dass wir unsere Meinung sagen können und dass wir frei leben. Aber eigentlich ist das nicht selbstverständlich. Man muss sich auch darum kümmern, dass es so bleibt.“ Eine weitere Schülerin zog das Fazit: „Ich glaube, wir denken oft, dass Demokratie einfach da ist. Aber wenn sich niemand dafür interessiert oder einsetzt, kann sie nicht einfach von alleine funktionieren.“

Für die musikalische Umrahmung sorgten die Lehrkräfte Allegra Bartnicki-Lauk und Thomas Weiner. Susanne Pitsch dokumentierte den Besuch fotografisch, während Oliver Knob und Klaus Kochems die technische Umsetzung übernahmen. Die Schulgemeinschaft bedankte sich bei allen Beteiligten und kündigte an, sich auf eine baldige Wiederholung eines solchen Austauschs zu freuen.

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