Anlässlich des Internationalen Friedenstags der Vereinten Nationen kamen am Montag, 21. September, zahlreiche Bürger in der Wendelinusbasilika in St. Wendel zusammen. Die Kreisstadt und die St. Wendeler Kirchengemeinden hatten bereits zum neunten Mal zu einem ökumenischen Friedensgebet eingeladen. Die von Bürgermeister Peter Klär initiierte Veranstaltung soll ein Zeichen für Frieden, Dialog und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen.
Geistliche und Laien verschiedener Konfessionen gestalteten die gemeinsame Andacht, bei der die Bedeutung des Friedens im Mittelpunkt stand. Bürgermeister Klär nutzte seinen Impuls, um auf die Gefahren von Desinformation hinzuweisen. „So werden zum Beispiel in den sozialen Medien – im Netz – gezielte Lügen verbreitet. Das Ziel dieser Angriffe ist feige: Es geht darum, den Ruf von Menschen systematisch zu vernichten und die Wahrheit zu verzerren. Wer solche Lügen ungeprüft teilt, macht sich zum Werkzeug der Manipulatoren“, sagte Klär. Gezielte Desinformation verletze Menschen, zerstöre den demokratischen Diskurs und könne den Ruf von Einzelpersonen nachhaltig schädigen. „Wenn Lügen als Wahrheit maskiert werden, verliert die Gesellschaft das Fundament für ein respektvolles Miteinander. Es liegt in der Verantwortung aller, diesem Missbrauch von Sprache aktiv Einhalt zu gebieten.“
Musikalisch begleitete der Chor „Chorlores“ unter der Leitung von Harald Bleimehl das Friedensgebet. Die Sängerinnen und Sänger trugen unter anderem Auszüge aus den Werken „The Armed Man“ und „Peacemaker“ des irischen Komponisten Karl Jenkins vor – zwei Kompositionen, die sich mit Krieg, Frieden und der Sehnsucht nach einem friedlichen Miteinander befassen.
Nach dem Gebet versammelten sich die Teilnehmer auf den Stufen der Wendelinusbasilika zu einem gemeinsamen Foto. Um 18 Uhr schloss sich das europaweite Glockenläuten für den Frieden an. Eine Viertelstunde lang erklangen die Kirchenglocken und erinnerten daran, dass Frieden ein hohes und zugleich verletzliches Gut ist.




