Bischof Dr. Stephan Ackermann hat am 19. September 2026 in einem Wortgottesdienst die neuen Leitenden Kantorinnen und Kantoren des Bistums Trier in ihre Aufgabe eingeführt. Die Segensfeier fand in dieser Form zum ersten Mal statt und markiert den Abschluss eines Entwicklungsprozesses, der auf die Trierer Bistumssynode zurückgeht. Zu den ersten Gratulanten gehörten Generalvikar Tim Sturm, Mechthild Schabo, Bereichsleiterin Seelsorge und Kirchentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat (BGV) Trier, Ulrich Stinner, Leiter der Abteilung Seelsorge und Lebenswelten im BGV, sowie Thomas Sorger, Referent für Kirchenmusik im BGV und Leiter der Bischöflichen Kirchenmusikschule.
In seiner Predigt unterstrich der Bischof die Bedeutung der Kirchenmusik: „Jede Zeit sucht sich ihren Ausdruck im Wort und auch in der Musik. Dabei geht es nicht darum, für ‚Altes‘ neue Formen zu finden, sondern hier zeigt sich auch, dass es ‚Neues‘ gibt, was eine Sprache und eine musikalische Ausformulierung braucht.“ Kirchenmusik sei mehr als Inspiration, so Ackermann weiter: „Sie verweist auf einen Hintergrund und auf Wurzeln, die darüber hinaus gehen.“ Sie helfe den Menschen, an diese Wurzeln zu rühren und sie erfahrbar zu machen. „Kirchenmusik ist nicht nettes Beiwerk, Rahmung oder die Unterbrechung eines Gottesdienstes, sondern integraler Bestandteil der Verkündigung.“
Hintergrund der neuen Ämter ist die Neuordnung der kirchenmusikalischen Strukturen im Zuge der Synodenumsetzung. An die Stelle der früheren Dekanate sind inzwischen 34 Pastorale Räume und eine ihnen gleichgestellte Pfarrei getreten. Um die Zusammenarbeit von Kirchenmusik und Pastoral verbindlich zu stärken und die kirchenmusikalische Arbeit besser zu vernetzen, wurde das Modell des Kantorats entwickelt. Seit dem 1. Januar 2025 gilt die „Ordnung für das Kantorat Pastoraler Raum“ als rechtliche Grundlage.
Die Leitenden Kantorinnen und Kantoren übernehmen eine Doppelrolle: Sie bleiben weiterhin für die kirchenmusikalische Arbeit vor Ort zuständig – etwa für Orgeldienst, Chorarbeit, musikalische Gruppen und Konzerte. Gleichzeitig koordinieren sie die Kirchenmusik im gesamten Pastoralen Raum, fördern die Zusammenarbeit unter den Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern und sorgen für eine engere Verzahnung mit der Pastoral. Darüber hinaus gehört die Ausbildung von Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern sowie von Vorsängerinnen, Vorsängern und Kantorinnen und Kantoren zu ihren Aufgaben. Damit verfügt das Bistum Trier über ein flächendeckendes Netzwerk kirchenmusikalischer Ansprechpartnerinnen und -partner, das die Kirchenmusik in den Pastoralen Räumen stärken und weiterentwickeln soll.
Weitere Informationen zur Kirchenmusik im Bistum Trier gibt es unter www.bistum-trier.de/kirchenmusik.




