380 Reinigungskräfte halten den Kreis St. Wendel sauber – Gewerkschaft fordert zwei Euro mehr pro Stunde

Foto: IG BAU | Florian Göricke

Rund 380 Beschäftigte in zwölf Unternehmen der Gebäudereiniger-Branche sorgen im Landkreis St. Wendel dafür, dass Büros, Kitas, Klassenzimmer und Altenheime sauber bleiben. Für diese Arbeit sollen sie künftig deutlich besser bezahlt werden – das fordert die IG BAU Saar-Trier in der aktuellen Tarifrunde für das Gebäudereiniger-Handwerk. Konkret verlangt die Gewerkschaft einen Aufschlag von zwei Euro pro Stunde. Der Branchenmindestlohn würde damit auf 17 Euro steigen. Für die Glas- und Fassadenreinigung liegt die Forderung bei 20,40 Euro pro Stunde.

„Und das für alle, die professionell im Gebäudereiniger-Handwerk arbeiten – drinnen in Altenheimen oder Betrieben genauso wie draußen an der Fensterfassade“, sagte die Vorsitzende der IG BAU Saar-Trier, Ute Langenbahn. Die Gewerkschafterin verwies auf die gestiegenen Lebenshaltungskosten als zentralen Grund für die Forderung: „Die Inflation ist jetzt wieder nach oben gegangen. Die Preise ziehen an: Mieten, Sprit, Lebensmittel. Das trifft die Reinigungskräfte härter als die meisten anderen, weil sie viel zu wenig verdienen – vor allem auch für die harte Arbeit, die sie machen. Es wird deshalb Zeit, beim Lohn in der Gebäudereinigung aufzuholen.“

Die Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern sollen nach Angaben der IG BAU noch im September beginnen.

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