Innenminister Jost zieht Bilanz nach 185 Wald- und Vegetationsbränden im Sommer 2026

Bildquelle: MIBS/A. Weber.

Das Saarland hat in diesem Sommer bislang 185 Wald- und Vegetationsbrände verzeichnet. 14 davon wurden als größere Einsatzlagen alarmiert. Besonders gefordert waren die Einsatzkräfte in Nonnweiler, Niederbexbach, an der Bahnstrecke Homburg–St. Ingbert, in Freisen und zuletzt am 16. August in Hirzweiler, wo sich das Feuer auf 18 Hektar ausbreitete. Seit dem 19. August ist der Brand dort gelöscht. Innenminister Reinhold Jost zog eine positive Bilanz: „Unsere Feuerwehren und alle Partner im Bevölkerungsschutz haben auch unter extremen Bedingungen gezeigt, dass unser Bevölkerungsschutz leistungsfähig ist. Gleichzeitig entwickeln wir unsere Strukturen konsequent weiter.“

Im Namen der gesamten Landesregierung dankte Jost allen Einsatzkräften und Unterstützern, besonders den Landwirten. „Besonders beeindruckt hat mich das Zusammenspiel aller Beteiligten: Feuerwehren und Hilfsorganisationen arbeiteten Hand in Hand, Hessen unterstützte uns kurzfristig aus der Luft, Luxemburg mit einem Löschroboter und Anwohner wie Landwirte aus der Umgebung halfen ganz selbstverständlich bei der Löschwasserversorgung. Das ist gelebte Solidarität und Zusammenhalt.“ Nun will der Minister die grenzüberschreitende Zusammenarbeit auf eine neue Stufe heben. Gemeinsam mit Partnern in Metz, Luxemburg und Rheinland-Pfalz soll eine großregionale Einheit für Wald- und Vegetationsbrände entstehen. Personal, Wissen und Material sollen darin über Landesgrenzen hinweg gebündelt werden.

„Nicht jeder muss alles vorhalten – aber gemeinsam können wir mehr leisten. Das kann bei hochgeländegängigen Fahrzeugen oder Wassertransport beginnen und bei Spezialtechnik für außergewöhnliche Einsatzlagen weitergehen. Entscheidend ist, dass benötigte Fähigkeiten schnell verfügbar werden“, so Jost. Im Oktober soll der Vorschlag bei den Otzenhausener Gesprächen vertieft und in einem gemeinsamen Letter of Intent festgehalten werden. „Die Grenze darf im Katastrophenschutz keine Einsatzgrenze sein. Unsere Nachbarn sind nicht nur Nachbarn, sondern Einsatzpartner“, betonte der Innenminister.

Darüber hinaus stärkt das Land den Bevölkerungsschutz insgesamt mit mehr als 12 Millionen Euro zusätzlichen Investitionen in Ausstattung und Infrastruktur. Ein neues Saarländisches Bevölkerungsschutzgesetz soll den ganzheitlichen Ansatz rechtlich verankern. Der Ministerrat hat dem Entwurf am 18. August zugestimmt, die Einbringung in den Landtag ist für die kommende Woche vorgesehen. „Wir warten nicht auf die nächste Großschadenslage. Wir investieren, wir üben, wir verbessern die Zusammenarbeit und schaffen den passenden Rechtsrahmen. Damit machen wir den Bevölkerungsschutz im Saarland, in der Großregion und über Grenzen hinweg wetterfester, schlagkräftiger und zukunftsfähig“, erklärte Jost.

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