Das Saarland entwickelt sich nach einer aktuellen Studie des ifo Institut zu einem der dynamischsten Industriestandorte Deutschlands. Besonders Investitionen in die klimaneutrale Stahlproduktion sorgen demnach seit 2023 für einen deutlichen Schub.
Die Untersuchung, die im Auftrag der Bertelsmann Stiftung erstellt wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass die Zahl neuer Industrieinvestitionen im Saarland deutlich über den Erwartungen der vergangenen Jahre liegt.
Als wichtigen Grund nennen die Forscher die milliardenschweren Zukunftsprojekte der saarländischen Stahlindustrie. Grundlage der Analyse ist ein Vergleich zwischen den aktuellen Investitionsprojekten seit 2023 und einer Prognose auf Basis der Jahre 2019 bis 2022.
Die Landesregierung sieht darin eine Bestätigung ihres wirtschaftspolitischen Kurses. Finanz- und Wissenschaftsminister Jakob von Weizsäcker erklärte: „Die aktuelle Studie zeigt: Der Transformationsfonds wirkt, auch im Ländervergleich.“
Mit dem 2022 eingerichteten Transformationsfonds habe das Saarland gezielt auf aktive Industriepolitik, klimaneutrale Modernisierung und Zukunftsinvestitionen gesetzt. Ziel sei es, neue Wertschöpfung und hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen.
Auch Wirtschaftsminister Jürgen Barke sprach von einem positiven Signal für den Standort. Während viele Regionen in Deutschland unter Investitionszurückhaltung litten, würden Unternehmen Milliarden im Saarland investieren.
Barke nannte unter anderem die Unternehmen Vetter Pharma, Viega, Fricke, Diehl Defence, KNDS und Holzhauer sowie die saarländische Stahlindustrie.
Nach Angaben der Landesregierung sollen die Investitionen nicht nur der Industrie selbst zugutekommen, sondern auch Zulieferern, Handwerk und Mittelstand zusätzliche Aufträge bringen.
Neben dem Transformationsfonds verweist die Landesregierung auf ein zusätzliches Mittelstandspaket in Höhe von 200 Millionen Euro, mit dem weitere private Investitionen angestoßen werden sollen.





