Das saarländische Gesundheitsministerium nutzt den bundesweiten Tag gegen den Schlaganfall am 10. Mai, um die Bevölkerung über die Gefahren und Warnsignale dieser lebensbedrohlichen Erkrankung aufzuklären. Bei einem Schlaganfall wird die Sauerstoffversorgung des Gehirns durch ein Blutgerinnsel oder eine Blutung unterbrochen, wodurch Gehirnzellen absterben.
Die Erkrankung trifft nicht nur ältere Menschen. Obwohl Personen über 65 Jahre besonders gefährdet sind, können auch junge Menschen einen Schlaganfall erleiden. Im Saarland wurden in den vergangenen zehn Jahren 2,32 Prozent der Bevölkerung ab 20 Jahren wegen eines Schlaganfalls im Krankenhaus behandelt. Männer waren mit 2,56 Prozent häufiger betroffen als Frauen mit 2,09 Prozent.
Die Symptome unterscheiden sich teilweise zwischen den Geschlechtern. Während Männer meist die typischen Anzeichen wie einseitige Lähmungen, Sprachstörungen oder Sehprobleme zeigen, treten bei Frauen zusätzlich oft ungewöhnliche Beschwerden auf. Dazu gehören Gelenkschmerzen, Schluckbeschwerden, Atemnot oder Ohnmachtsanfälle.
Mit dem sogenannten FAST-Test können auch medizinische Laien einen Schlaganfall erkennen. Der Test prüft vier wichtige Bereiche: Das Gesicht (Face) wird auf hängende Mundwinkel untersucht, die Arme (Arms) auf Lähmungserscheinungen getestet, die Sprache (Speech) auf Verständlichkeit geprüft. Der vierte Punkt betont die Zeit (Time) – bei Verdacht muss sofort der Notruf 112 gewählt werden.
Die Folgen eines Schlaganfalls reichen von dauerhaften Lähmungen über Koordinationsstörungen bis zu psychischen Problemen wie Depressionen. Auch Gedächtnisverlust und Konzentrationsschwierigkeiten sind häufige Langzeitfolgen. Eine schnelle medizinische Behandlung kann diese Schäden minimieren.
Die Sterblichkeit durch Schlaganfälle ist in den vergangenen 25 Jahren deutlich gesunken. Zwischen 1998 und 2023 ging die Sterberate um mehr als zwei Drittel zurück. Im Jahr 2023 starben deutschlandweit 36.393 Menschen an einem Schlaganfall. Die Sterberate im Saarland liegt mit 39 pro 100.000 Einwohnern leicht über dem Bundesdurchschnitt von 36,1 pro 100.000 Einwohnern.




