Der Landesverband Saarland des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) begrüßt die Pläne des Verkehrsministeriums zur Neugestaltung und Vereinheitlichung der Radwegweisung im Saarland.
Eine Anpassung an bundesweit einheitliche Standards sei sinnvoll und verbessere die Orientierung im Radverkehr, ohne den Ausbau der Infrastruktur zu behindern. Der Landesvorsitzende Thomas Fläschner verweist darauf, dass derzeit mehrere unterschiedliche Beschilderungssysteme im Saarland im Einsatz seien und eine Vereinheitlichung längst überfällig sei.
Auch die geplante Kostenübernahme der Erstausstattung durch das Land wird vom ADFC positiv bewertet, da viele Kommunen finanziell stark belastet seien. Gleichzeitig warnt der Verband vor möglichen Förderverlusten, falls Kommunen nicht auf den bundesweiten Standard umstellen. „Ohne diese Zuschüsse wird vermutlich kaum eine saarländische Kommune ihre Radwege beschildern“, sagt Co-Landesvorsitzende Ute Kirchhoff.
Die vorgesehenen Kosten für ein digitales Wegweisungskataster in Höhe von rund 400.000 Euro bewertet der ADFC als sinnvoll investiert, da es eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung des Radverkehrsnetzes darstelle. Ein Vergleich mit Investitionen in den Radwegebau sei nicht zielführend, so der Verband.



