7 Fragen an … Mario Loncar

In unserer Reihe „7 Fragen an“ sprechen wir mit Persönlichkeiten aus dem St. Wendeler Land. Wen sollen wir in unserer Reihe vorstellen? Schick uns Deinen Vorschlag an redaktion@wndn.de.

wndn.de: Stell Dich bitte kurz vor!

Mein Name ist Mario Loncar. Ich bin 33 Jahre alt, ledig und habe einen Sohn. Ich lebe in Theley, wo ich auch aufgewachsen bin. 2021 habe ich mein Referendariat für Gymnasien und Gemeinschaftsschulen in den Fächern Geschichte, Sozialkunde und katholische Theologie abgeschlossen. Mit Beginn des Schuljahres 2024/2025 werde ich an der Gemeinschaftsschule Losheim angestellt sein. Seit 2014 bin ich bei meinem Heimatverein VfB Theley im geschäftsführenden Vorstand tätig und zwar in der Funktion des Vorsitzenden Verwaltung. Zudem versuche ich mich seit Januar diesen Jahres als Mitglied des Ortsrates für mein Heimatdorf Theley zu engagieren.

Was macht man als Vorsitzender des VfB Theley?

Das Aufgabenfeld ist sehr vielfältig und nie genau zu definieren. Insgesamt geht es darum mit meinem Team den Verein in der Gegenwart zu organisieren und zu strukturieren. Dazu gehören die Planung und Durchführung von Sitzungen und Veranstaltungen sowie von Spieltagen der aktiven Mannschaften und der Jugend. Daneben aber auch die Entwicklung des sportlichen Bereiches, sprich Verpflichtungen von Trainern und Spielern sowie den Aufbau des Kaders in allen Abteilungen. Aber auch die Planung des wirtschaftlichen Bereiches ist stets ein Thema. Zusätzlich fallen in einem Vereinsalltag aber auch jene Themen in das Aufgabenfeld eines Vorstandsmitgliedes, die nur indirekt als wichtig erscheinen – Papierhandtücher auffüllen, Anlage säubern, Getränke bestellen, Anlaufstelle für jegliche Probleme oder Fragen sein und vieles mehr 🙂
Schließlich geht es aber auch darum den Verein sicher in die Zukunft zu führen. Hier werden Ideen im Hinblick auf die Veränderung der Infrastruktur diskutiert oder der Austausch mit Sponsoren und der Kommune organisiert und vorangetrieben.

Spielst Du noch aktiv Fußball?

Leider musste ich während meiner Laufbahn schon mehrmals an den Knien operiert werden, sodass oft längere Pausen notwendig waren. Mit zunehmenden Alter fällt es dann schwerer wieder zurückzukommen. Allerdings bin ich aktuell wieder im Training und versuche dort zu helfen, wo es gerade notwendig ist. Es macht immer noch sehr viel Spaß und der Kontakt zu den Jungs während der Woche ist ein sehr guter Ausgleich.

Würdest Du Dir ein Derby VfB Theley vs. SV Hasborn in der Liga wünschen?

Man hat innerhalb eines Vereines einige Spiele, die man gerne als Derby bezeichnet, dennoch gibt es am Schaumberg und in der Umgebung eigentlich nur ein wahres Derby und das heißt VfB Theley – SV Hasborn. Auch wenn die Vorstände beider Vereine sich derzeit immer näher kommen und stets in einem guten Austausch sind, merkt man immer noch eine gesunde Rivalität zwischen beiden Vereinen. Die Tradition dieses Derbys und die zahlreichen Duelle in der Vergangenheit sind ein wichtiger Teil in der Historie beider Vereine. Daher ist es nicht nur ein Wunsch, sondern muss auch ein Ziel sein, sich sportlich öfter mit unserem Lokalrivalen zu messen. Dass wir dazu punktuell in der Lage sein können, konnten wir beim letzten Aufeinandertreffen im Pokal eindrucksvoll zeigen. Allerdings müssen wir (VfB)  sportlich mehr Konstanz entwickeln sowie es der RWH seit Jahren sehr beachtlich vorzeigt.

Du bist auch politisch engagiert. Wie bist Du zur Politik gekommen?

Mit 16 Jahren haben wir uns innerhalb eines Freundeskreises dazu entschlossen die JU Theley wieder aufleben zu lassen. Durch diverse Partys und Spendenaktionen, die wir durchgeführt haben, ist dann auch ein ständiger Kontakt zu unseren kommunalen Politkern entstanden, der eigentlich bis heute andauert. Aber auch in der Schule hat mich das Fach Sozialkunde immer schon interessiert, was sich schließlich auch an meiner Fächerauswahl im Lehrberuf zeigt. Richtig intensiviert wurde mein politisches Engagement aber durch meine Vereinsarbeit. Dadurch konnte ich erfahren, welche Gestaltungsmöglichkeiten man hat, was die Menschen im Umfeld bewegt und wie man diesen Problemen begegnen kann. Zudem ist Vereinsarbeit stets an die Politik/Kommunen/Verband geknüpft, sodass zwangsläufig eine starke Nähe zur politischen Arbeit entsteht.

Du gehörst dem neu gewählten Ortsrat in Theley an. Neben wem sitzt Du im Rat?

Insgesamt sind es dort 7 Vertreter/-innen der CDU und 4 Vertreter der SPD, die gemeinsam für unseren Ort Theley laufende Projekte zu Ende bringen wollen und neue Konzepte für die Entwicklung unserer Dorfes gestalten.

Stell Dir vor, Du hättest einen Wunsch in der Politik frei. Was würdest Du sofort umsetzen?

Eine sehr schwierige Frage – da unsere aktuelle Gesellschaft als sehr komplex erscheint und somit auch die Herausforderungen und Probleme sich als sehr vielseitig zeigen. Insgesamt würde ich mir wünschen, dass wir mehr in unsere Kinder investieren. Konkret – mehr Fördermöglichkeiten für unsere Vereine, um Strukturen zu schaffen und langfristige Konzepte entwickeln zu können. In den Vereinen lernen die Kinder jene Kompetenzen, die sie zu den Personen heranwachsen lassen, die unsere Gesellschaft später prägen. Hier fehlt es oft an Möglichkeiten und Kapazitäten, um Projekte zu verwirklichen, da das Vereinsleben und das Ehrenamt ebenso vor großen Herausforderungen stehen. Zwar wird das Interesse an jenen Themen politisch stets hervorgehoben, dennoch sind die Mittel, welche in jene Bereiche fließen, vergleichsweise überschaubar. In dem Zusammenhang gilt es nicht nur die Vereine und ihre Jugendarbeit zu fördern, sondern den Bereich der Schulen und der Erziehung ebenso damit zu verknüpfen, was in unserer heutigen Gesellschaft als immer wichtiger erscheint. Gemeinschaft, Zusammenhalt und Idealismus werden in unseren Vereinen gelebt und müssen auch in Zukunft an unsere Kinder weitergegeben werden, sodass unsere Gesellschaft und deren Werte nicht weiter auseinandergehen.

Dein Lieblingsort im St. Wendeler Land? 

Unser St. Wendeler Land hat viele tolle Orte und generell ist es wunderbar hier zu leben. Allerdings bleibt das Theleyer Schaumbergstadion ganz klar die Nummer 1. Hier verbinden sich für mich Erinnerungen und Emotionen aus meiner Kindheit, Jugend und Gegenwart. Freundschaften, prägende Erlebnisse und unvergessliche Momente. Ein mittlerweile familiärer Ort, den man nicht mehr missen möchte. Abseits des normalen Vereinsalltages auch ein Ort, an dem man ab und an die Ruhe genießen kann sowie unsere schöne Theleyer Heimat in unmittelbarer Nähe der Johann-Adams Mühle und des Hofgutes Imsbach.

Vielen Dank!

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