330 freie Ausbildungsplätze im Landkreis St. Wendel

Noch mehr als 3.700 freie Ausbildungsplätze im Saarland       

Gute Nachricht für junge Leute auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle: Die Chancen einer erfolgreichen Bewerbung haben sich verbessert. Grund ist, dass das Ausbildungsangebot seit Beginn des Berichtsjahres im Oktober stärker angestiegen ist als die Nachfrage.

Derzeit warten im Saarland 3.740 freie Ausbildungsplätze auf geeignete Bewerberinnen und Bewerber und rund 2.160 junge Leute sind saarlandweit noch auf der Suche.

Im Kreis St. Wendel kommen derzeit 330 offene Stellen auf 320 bisher unversorgte Bewerber. In Zahlen ausgedrückt heißt dies, dass eine offene Stelle je Bewerber zur Verfügung steht. Aber nicht jeder Bewerber ist auch geeignet für jede Stelle. Oft passen Vorstellung und Qualifikation nicht zusammen und die Stellen bleiben unbesetzt.

In einigen Branchen gibt es mehr Ausbildungssuchende als Stellen, etwa bei den beliebten kaufmännischen Berufen. Junge Frauen werden auch gerne medizinische Fachangestellte, viele junge Männer streben eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker an. Hier fehlt es ebenfalls an genügend Ausbildungsplätzen. Der Hotel- und Gaststättenbereich sowie der Lebensmittelhandwerk suchen dagegen oft vergebens nach Nachwuchs. Hier werden die jungen Leute häufig von den Arbeitszeiten in diesen Branchen abgeschreckt.

 

„Aktuell ist der Ausbildungsmarkt noch stark in Bewegung und es bestehen gute Chancen für Jugendliche, sich eine Ausbildungsstelle zu sichern“, so Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland. Spätestens jetzt sollten die Jugendlichen die Berufsberatung in Anspruch nehmen, um nicht in Zeitnot zu geraten. „Es ist auf jeden Fall vorteilhaft, sich nicht zu stark auf einen einzigen Wunschberuf festzulegen und sich auch über die Kreisgrenzen hinaus zu orientieren. Ich appelliere insbesondere an junge Frauen, auch MINT-Berufe, also Berufe in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, ins Auge zu fassen“, rät Haßdenteufel. „Hier sind die Beschäftigungs- und Verdienstmöglichkeiten deutlich besser als in vielen anderen Berufen“.

Im Landkreis St. Wendel wurden bisher seit Beginn des Ausbildungsjahres im vergangenen Oktober 490 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 55 mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (plus 12,7 Prozent). Gleichzeitig haben 530 Bewerberinnen und Bewerber die Berufsberatung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz in Anspruch genommen, 60 mehr als im Vorjahr (plus 12,5 Prozent).

 

Nach den ersten sieben Monaten des Beratungsjahres waren im April noch 330 Stellen unbesetzt. Die meisten offenen Ausbildungsstellen gibt es derzeit in folgenden Berufen:

  • Kfz-Mechatroniker/in PKW-Technik
  • Kaufmann/-frau im Einzelhandel
  • Verkäufer/in
  • Handelsfachwirt/in
  • Elektroniker/in Energie-/Gebäudetechnik
  • Anlagenmechaniker/in Sanitär-/Heizung – Klimatechnik
  • Feinwerkmechaniker/in
  • Koch/Köchin
  • Fachverkäufer/in Lebensmittelhandwerk – Fleischerei
  • Fleischer/in

Im April waren noch 320 Bewerberinnen und Bewerber auf der Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz, 14 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Kontakt

Einen Termin bei der Berufsberatung können Jugendliche über die kostenfreie Hotline 0800 4 5555 00, beim Berufsberater in der Schule oder vor Ort bei der Agentur für Arbeit vereinbaren.

Arbeitgeber, die freie Ausbildungsstellen melden möchten, können sich unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 4 5555 20 an den Arbeitgeberservice wenden.

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