190 Jahre Landkreis St. Wendel

In der Kreistagssitzung am 15.09.2025 fand eine feierliche Gedenkstunde zum 190-jährigen Bestehen des Landkreises St. Wendel statt. Landrat Udo Recktenwald referierte über die Geschichte des Kreises und berichtete vom Tag der offenen Tür am 12. September.

Anstelle einer klassischen Gedenkfeier lud der Landkreis St. Wendel am 12. September zum Tag der offenen Tür in der Mommstraße 21–31 in St. Wendel ein. An diesem Tag präsentierten sich verschiedene Ämter der Verwaltung und informierten über ihre Tätigkeiten und Projekte. Viele Mitmachangebote und Führungen gestalteten den Tag interaktiv. Auch der Heimatkundeverein war vertreten und stellte seine Projekte und Arbeiten vor.

Neben der allgemeinen Öffentlichkeit nahmen rund 600 Schülerinnen und Schüler aus 44 Klassen an diesem Angebot teil. Das Ziel, die junge Generation zu erreichen und auf die Bedeutung des Zusammenhalts zwischen Kreis und Gemeinden aufmerksam zu machen, wurde erfolgreich umgesetzt.

Der Landkreis übernimmt Aufgaben, die die Gemeinden allein nicht bewerkstelligen können – und das in St. Wendel bereits seit 1835, als Fürst Ernst I. von Sachsen-Coburg und Gotha die Verwaltungseinheit des Fürstentums Lichtenberg an Preußen verkaufte. Infolge der Versailler Friedensverträge wurde der Kreis im Jahr 1920 aufgeteilt: Ein Stammkreis blieb im Saargebiet unter der Verwaltung des Völkerbundes, der übrige Teil wurde an Deutschland angegliedert.

Während des Zweiten Weltkriegs übernahm 1943 der Kreis Ottweiler die Verwaltung. Erst 1946 wurde die Verwaltungseinheit des Landkreises St. Wendel durch die französische Militärregierung wiederhergestellt. Buweiler-Rathen, Kostenbach und Mainzweiler wurden abgetreten, Berschweiler wieder an den Kreis angegliedert. Seither besteht der Landkreis aus den Gemeinden Freisen, Marpingen, Namborn, Nohfelden, Nonnweiler, Oberthal und Tholey sowie der Kreisstadt St. Wendel. Der Landkreis schrumpfte und wuchs – auch über sich hinaus – und stellte für die Menschen stets einen Identitätsanker und ein Bindeglied dar. Er ist durch das WIR geformt, geprägt und gestaltet.

„Das, was war, formt das, was ist – im Guten wie im Schlechten!“, so Landrat Udo Recktenwald. Er wies darauf hin, wie wichtig es sei, sich mit der Historie auseinanderzusetzen. Dennis Meisberger ergänzte: „…so formt auch das, was ist, das, was sein wird. Die gemeinsame, überparteiliche Zusammenarbeit war und ist Voraussetzung, um Heimat – wie unseren Landkreis St. Wendel – voranzubringen.“

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