„Creating Value“

12. Internationale Kreislaufwirtschaftswoche am Umwelt-Campus Birkenfeld

Prof. Dr. Dorit Schumann, Präsidentin der Hochschule Trier, Prof. Dr. Peter Heck, Geschäftsführender Direktor des Instituts für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS), Minister Honoré Sayi, Ministerium für Energie und Wasser der Republik Kongo mit seiner Delegation, Honorable Nanou Memba Ebenga, stellvertretender Vorsitzender der Energie- und Infrastrukturkommission der Nationalversammlung der Demokratischen Republik Kongo, Bürgermeisterin Léonie Nzahou, Loudima (Republik Kongo), stellv. Bürgermeisterin Lauriane Kalombo Mwewa, Lubumbashi (Demokratischen Republik Kongo), Bürgermeister Eric Aime Niat, Bangangté (Kamerun), Bürgermeister Mamadou Aliou Laly Diallo, Labé (Guinea) sowie weitere Gäste. (Copyright: IfaS, Christian Schönemann)

12. Internationale Kreislaufwirtschaftswoche am Umwelt-Campus Birkenfeld – Die Demokratische Republik und die Republik Kongo zu Gast beim IfaS: Hochrangige Delegationen aus dem Herzen Afrikas gaben sich die Ehre an der grünsten Hochschule Deutschlands

Neben dem Energieminister der Republik Kongo und dem stellvertretenden Vorsitzenden der Energie- und Infrastrukturkommission der Nationalversammlung der Demokratischen Republik Kongo besuchten weitere vier Bürgermeister aus Guinea, Kamerun und der beiden Kongo Republiken die grünste Hochschule Deutschlands, um die Ideen zum Thema Kreislaufwirtschaft von Prof. Dr. Peter Heck, Geschäftsführender Direktor des Instituts für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) und Veranstalter, kennenzulernen.

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung durch die vier Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus Afrika und das IfaS (Bild 2): Bürgermeisterin Léonie Nzahou, Loudima (Republik Kongo), stellv. Bürgermeisterin Lauriane Kalombo Mwewa, Lubumbashi (Demokratischen Republik Kongo), Bürgermeister Eric Aime Niat, Bangangté (Kamerun), Bürgermeister Mamadou Aliou Laly Diallo, Labé (Guinea) mit Prof. Dr. Peter Heck (Mitte), Geschäftsführender Direktor des Instituts für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS). (Copyright: IfaS, Elena Rech)

Die jährlich im Oktober stattfindende Internationale Kreislaufwirtschaftswoche fand in diesem Jahr vom 25. bis 29. Oktober statt und bot auf die drängenden Fragen unserer Zeit ein großes Spektrum an Antworten und praktischen Beispielen. Unter dem Motto „Creating Value“ ist sie eine der führenden Plattformen, welche gleichgesinnte Fachleute, Akademiker und Unternehmen aus der ganzen Welt zusammenbringt, um die neuesten Fortschritte in der Anwendung der Kreislaufwirtschaft zu präsentieren, zu demonstrieren und hierdurch einen Wissenstransfer zu gewährleisten.

Die Internationale Kreislaufwirtschaftskonferenz, die am Dienstag, den 26. Oktober, stattfand, stellte den Höhepunkt der Veranstaltungswoche dar. Eröffnet wurde sie von Professorin Dr. Dorit Schumann, die als Präsidentin der Hochschule Trier die Grüße und Wünsche der Hochschulleitung überbrachte. Stellvertretend für das rheinland-pfälzische Umweltministerium referierte Dr. Wolfgang Eberle, Leiter der Abteilung Klimaschutz, Umwelttechnologie und Kreislaufwirtschaft, über Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz in Rheinland-Pfalz.

„Das Gebot der Zeit ist: Resiliente ökonomische und soziale Strukturen zu schaffen – und das weltweit!“, so Prof. Dr. Peter Heck, IfaS, während seiner Eröffnungsrede. „Es gilt, widerstandsfähige und robuste lokale/regionale Volkswirtschaften aufzubauen, die den ökologischen und sozioökonomischen Schocks widerstehen können. Volkswirtschaften, die auf den Grundlagen biologischer Systeme aufgebaut sind.“, konstatierte er weiter.

Das Konferenzprogramm beleuchtete in über 20 Beiträgen das Thema Kreislaufwirtschaft aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln. Der Energieminister aus der Republik Kongo, Honoré Sayi, gab in seinem Vortrag Einblicke in die Geschäftsmöglichkeiten auf dem Energiesektor in seinem Heimatland. Dazu passende Finanzierungsmöglichkeiten für Energie- und Umweltprojekte in Afrika präsentierte Dr. Patrick L. Dorvil der Europäischen Investment Bank (EIB). Die Technologie und das Know-how hierzu könnten unter anderem Unternehmen und Hochschulen des rheinland-pfälzischen Umwelttechniknetzwerks Ecoliance Rheinland-Pfalz e. V. liefern, welches sich den Teilnehmenden im Rahmen der Konferenz ebenfalls vorstellte.

Am Rande der Konferenz konnten einige Kooperationsprojekte, wie der Bau von Solar-, Biogas- und Abwasseranlagen, weiter konkretisiert werden. Auf akademischer Ebene wurde die Kooperation des IfaS im Rahmen des Masterstudiengans „International Material Flow Management (IMAT)“ mit den Universitäten in Lubumbaschi (Demokratischen Republik Kongo) und Brazzaville (Republik Kongo) vereinbart.

Zum zweiten Mal in ihrer Geschichte wurde die Konferenz hybrid umgesetzt. Nahezu 100 Gäste aus 15 verschiedenen Ländern waren vor Ort anwesend. Durchschnittlich 100 Personen verfolgten die Veranstaltung online. So konnten Gäste aus insgesamt 40 Ländern, wie zum Beispiel Mexico, China, Indien, Fidschi, Guinea, Kamerun, Marokko, Singapur, Iran, Belgien, Italien und Griechenland, zur Veranstaltung begrüßt werden.

Fasziniert von den praxisnahen Vorträgen und Fachgesprächen nutzten die Gäste die weiteren Tage, um Kreislaufwirtschaft live vor Ort zu erfahren. Besucht wurden unter anderem das Biosolarenergiedorf Gimbweiler, die Energielandschaft Morbach, der Rhein-Hunsrück-Kreis, die ZAK in Kaiserslautern und die Stadtwerke Trier. Zu Gast beim internationalen Technologieführer im Bereich LED-Beleuchtung, die rheinland-pfälzische Firma Lanz Manufaktur Germany GmbH, waren die Teilnehmenden der Internationalen Kreislaufwirtschaftswoche am Mittwochabend auf Schloss Dhaun.

Am Donnerstag stand die 1. Internationale Upcycling Netzwerk Konferenz auf dem Programm, die umfangreiches praktisches Wissen zur ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft sowie der Schaffung von ökologischen und sozioökonomischen Werten vermittelte.

Am heutigen Freitag konnte die Veranstaltungswoche mit der Unterzeichnung einer Kooperationserklärung erfolgreich abgeschlossen werden. Die vier Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus Afrika und das IfaS beschlossen die Errichtung eines multinationalen Afrikanetzwerkes zur Förderung der Kreislaufwirtschaft.

Die Internationale Kreislaufwirtschaftswoche ist eine Veranstaltung des Instituts für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) und des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz, mit Unterstützung von Ecoliance Rheinland-Pfalz e.V. und dem INTERREG-Projekt GREATER GREEN.

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