wndn-Hochzeitsserie: Interview mit Katrin & Sascha

Während unserer Hochzeitsserie wollen wir euch nicht nur Tipps zu allen möglichen Themen rund um die Hochzeit geben, sondern auch verschiedene Paare aus dem Landkreis vorstellen. Dazu hatten wir auf Facebook Paare, die verliebt, verlobt und verheiratet sind, gebeten sich bei uns zu melden. Das erste Paar, das wir gemeinsam mit Fotografin Charlene Förster besuchen durften, waren Kathrin und Sascha aus Niederlinxweiler. 

Hallo ihr zwei, stellt euch doch mal kurz vor. 

Katrin: Mein Name ist Katrin, ich bin 23 Jahre alt und studiere im Moment noch Deutsch und Religion auf Lehramt in Saarbrücken. 

Sascha: Ich bin der Sascha, ich bin 32 Jahre alt und ich bin hier im Saarland Polizeibeamter.

Wie lange kennt ihr euch schon und wie lange seit ihr schon zusammen? 

Katrin: Also wir kennen uns seit 2011 und sind jetzt seit 7 Jahren zusammen. Seit 2013 wohnen wir jetzt auch schon zusammen hier. Wir sind ja beide richtige Dorfkinder und Sascha kommt ja auch von hier und ich von Oberlinxweiler aber ich spiele auch seit 2006 in Niederlinxweiler Fußball und habe deshalb schon immer viel Zeit da verbracht. Saschas Eltern wohnen auch hier und wir haben hier auch ein Grundstück gekauft, damit wir bauen können. 

Und wie habt ihr dann so richtig euch kennengelernt ? 

Katrin: Auf dem Sportplatz, wir spielen ja im gleichen Verein und haben uns dann immer bei den Spielen gesehen. Als wir uns kennengelernt haben war ich ja erst so 15 oder 16, das war damals noch ein bisschen komisch. Aber irgendwann waren wir so oft nach den Spielen und bei Feiern zusammen, dass dann unseren Freunden schon vor uns klar war, dass wir zusammenkommen. Bei unserer Meisterfeier haben wir uns dann nach langem Hin und Her auch endlich getraut. 

Ihr habt ja jetzt doch 9 Jahre Altersunterschied, war das ein Problem?

Katrin: Also am Anfang schon extrem, ich hab mich anfangs auch gar nicht so richtig getraut das meinen Eltern zu sagen. Ich war ja da erst 16 und dann bringt man jemanden mit der schon 24 ist und das war dann schon ein bisschen komisch. Auf dem Sportplatz wars halt sowieso egal, weil halt alle so eine Gruppe sind, egal wie alt man ist. 

Sascha: Also auf der Arbeit hatte ich schon manchmal den ein oder anderen Spruch auszuhalten. Da herrscht ja dann doch ein etwas rauerer Ton und da wurde ich schon manchmal ein bisschen belächelt so alla „was willst du denn mit dem Kind“ ….

Katrin: … ja oder so Sprüche wie „das hält ja e nicht, wenn sie erst mal erwachsen ist und merkt was sie alles verpasst hat. Das wird ja niemals halten“ Also, wir haben schon viele dumme Sprüche ausgehalten, aber jetzt interessiert es halt sowieso keinen mehr. 

Und hast du dann einfach alle schwätzen gelassen oder hast du es selbst als Problem gesehen? 

Katrin: Ne also mir war das echt immer egal was andere gesagt haben. Ich fand es eigentlich eher „cool“ einen älteren Freund zu haben und mein Papa meinte auch immer, dass Sascha wenigstens weiß wie er mich zu behandelt hat und schon ein bisschen Lebenserfahrung hat. Also für mich war das gar kein Problem. 

Wann und wie habt ihr euch verlobt? 

Also verlobt haben wir uns letztes Jahr im Januar. Das war eigentlich ganz witzig. 

Katrin: Also zu unserem 5-Jährigen wollten wir eigentlich Essen gehen. Das haben wir sonst auch öfter mal zum Jahrestag gemacht, wobei auch oft was dazwischen kam und wir es dann doch gelassen haben. Am 5 Jährigen hatten wir das auch vor, aber es ist dann immer was dazwischen gekommen und dann hatten wir es endlich im Januar mal geplant, dann hatte ich dann aber doch ein Hallenturnier, und dann haben wir es eigentlich nochmal verschoben und dann kam ich einfach nur total fertig von der Anstrengung nach Hause und wollte am liebsten nur auf die Couch und dann steht Sascha schon in im Hemd da und ich dachte nur so „nein ich will jetzt nix großes machen, lass mich doch“

Sascha: Ja also ich hatte mir da auch schon vorher überlegt, wie ich das so verpacken könnte. Ich war auch schon Ende November nach dem Ring schauen und wollte eigentlich so zwischen Weihnachten irgendwas machen. Und dann ist mir das mit dem Essengehen wieder eingefallen, aber ich wusste dass Katrin das nicht so in der Öffentlichkeit will. Ich hab uns dann eine Menükarte erstellt auf die ich ein Gedicht geschrieben habe, dass dann den Antrag auch schon so eingeleitet hat. Nachdem sie dann auf das Gedicht schon dementsprechend reagiert hat, hab ich ihr dann auch den Ring gegeben. 

Katrin: Es war schon süß, auch wenn ich ausgesehen hab wie der letzte Idiot. Das war schon witzig, aber auch romantisch.

Und wem hast du es als erstes erzählt? 

Katrin: Meinem Papa, weil das der einzige war, dem ich es nicht persönlich sagen konnte, weil er zu dem Zeitpunkt in Hamburg war. Deshalb hab ich ihm dann ein Foto geschickt. 

Sascha: Am Tag drauf sind wir dann zu meinen Eltern und Katrins Mama und so die Freunde und Bekannte hier in Niederlinxweiler und wir haben dann abends unseren Freunde noch geschrieben, die dann auch vorbeikamen um mit uns anzustoßen. Also die wichtigsten Personen wussten dann innerhalb von 24h Bescheid. 

Ihr heiratet ja jetzt im Sommer, in welchem Rahmen wird die die Hochzeit stattfinden ? 

Katrin: Genau, in 6 Wochen. Langsam kommt auch die Aufregung. Letztes Jahr war das ja alles noch so weit weg, aber jetzt wird’s ernst. 😉 Wir gehen zuerst freitags standesamtlich heiraten und machen danach ein großes Gartenfest für alle Freunde & Nachbarn. So ähnlich wie ein Polterabend, nur halt ohne Poltern. Und die Woche drauf gehen wir dann kirchlich und feiern danach mit 120 Leuten in der Kulturscheune. So ganz traditionell aber auch bodenständig. Wir machen da auch vieles selbst und haben uns ein Grillbuffet ausgesucht. Also ganz entspannt. 

Wann habt ihr denn angefangen zu planen? 

Katrin: Naja also so mit Ideen hab ich gleich angefangen. Aber so richtig in die konkrete Planung sind wir erst so ein Jahr vorher eingestiegen. Ich hab dann auch gleich ein Hochzeitsplaner gekauft, damit ich da auch nichts vergesse. 

Sascha: Also die Kulturscheune haben wir ja schon im Februar gebucht, da muss man ja so früh dran sein, um noch zu bekommen was man will. Und auch so überall wo man schon irgendwas sicher haben muss- sowas wie Hochzeitstorte oder Catering- das haben wir dann doch relativ schnell klar gemacht.

Hattet ihr auch schon kalte Füße ?

Beide: Nö, wirklich gar nicht!

Sascha: Also ich wirklich gar nicht. Ich freu mich eigentlich eher drauf. Auf der einen Seite auf das wunderschöne Fest aber auf der anderen Seite bin ich dann auch auch froh , wenn danach wieder alles ruhiger verläuft, weil die Planung schon Zeit und Geld in Anspruch nimmt. Aber so an sich, dass ich jetzt Angst hätte, ne. Von mir aus könnten wir auch morgen heiraten. Ich bin mir der Sache absolut sicher. 

Katrin: Gut ich gebe halt meinen Namen ab, das war so das einzige, wo ich vielleicht kurz nachgedacht hab. Aber bis jetzt hab ich noch nix bereut und freu mich einfach. 

Ihr zwei seit ja jetzt schon ziemlich lange zusammen, was habt ihr an Tipps für andere Paare? 

Katrin: Viel Rücksicht aufeinander nehmen, jedem seine Freiraum gönnen. Gerade wenn man sich irgendwann so aneinander gewöhnt hat und das Leben immer zusammen stattfindet, ist es wichtig, dem anderen auch die Möglichkeit zu lassen, was mit seinen Freunden zu machen. Aber man muss sich auch zwingen was zu machen, auch zusammen zu machen, damit es nicht langweilig wird. Da muss man sich einfach Mühe geben in der Beziehung und dann klappt das schon. 

Sascha: Ja, wir machen dann auch noch relativ viel allein. Schon alleine durch unsere Fußballmannschaften aber auch sonst ist das bei uns locker. Wenn mir jemand schreibt, ob ich kurz angreifen kann, wir dann noch ein Bierchen trinken und es länger dauert, ist das bei uns nie ein Problem.  

Katrin: Man sieht sich ja auch oft genug, wenn man so lange zusammen ist, dann kann man auch Zeit mit anderen verbringen. Mann muss da dann einfach das gesunde Mittelmaß finden. 

Und als Tipp für alle die Heiraten?  

Katrin: Macht euch nicht so einen Kopf um Kleinigkeiten. Also wir haben jetzt zum Beispiel alles geplant, wir könnten morgen heiraten und was jetzt kommt sind nur noch so Bastelsachen. Aber das ist dann auch irgendwie nicht wichtig. Macht euch da keinen so Stress um Dinge, die nachher sowieso niemand sieht. Also, alles einfach ein bisschen lockerer angehen. Ich hatte auch eine Phase wo ich dachte, dass ich alles haben muss und alles total perfekt sein muss, aber im Endeffekt kann man dann die Zeit ja gar nicht mehr genießen. Dann lieber weniger Stress machen und dafür die Zeit zur Vorfreude nutzen.

Danke euch beiden für das nette Gespräch und alles Gute für eure gemeinsame Zukunft.

Die Fotos der beiden hat Charlene Förster extra angefertigt. Wenn ihr mehr über sie erfahren wollt, könnt ihr gerne mal auf ihrer Website vorbeischauen.

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