Winterbacher Bürger geben ihrem Wald eine Stimme

Um den Zustand nach der Holzernte ging es am 28.08.2019 in Winterbach bei einer Waldbegehung durch den Mecherswald. Bei der Holzernte Anfang des Jahres wurden durch den Einsatz von schweren Erntemaschinen tiefe Furchen durch den Waldboden und Schäden an gesunden Bäumen hinterlassen. Neben dem Vertreter aus dem Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, Herr Rammo, dem Revierförster, Herr Müller, sind fast 50 interessierte Winterbacher Bürger dem Aufruf der neugegründeten Bürgerinitiative „Wir für den Wald“ gefolgt. Zudem kamen mehrere Vertreter aus dem Winterbacher Ortsrat und St. Wendeler Stadtrat der Einladung der Bürgerinitiative nach. So konnten sich in einer sachlichen Diskussions- und Fragerunde Gerhard Weiand (Ortsvorsteher Winterbach, CDU), Nathalie Zöhler (Ortsrat Winterbach, CDU), Sandra Freiberger (Ortsrat Winterbach, CDU), Andrea Paliot (Ortsrat Winterbach, SPD), Helga Setz (Stadtrat St. Wendel, SPD) und Uta Sullenberger (Stadtrat St. Wendel, Die Grünen) ein Bild der Lage machen.

Die Bürgerinitiative „Wir für den Wald“ gründete sich aus der Besorgnis heraus, dass durch diese Art der Holzfällung Schäden im Wald entstehen. So führt jedes Befahren des Waldbodens mit schweren Maschinen zu einer Verdichtung, die eine jahrelange Beeinträchtigung des Bodens nach sich zieht. Ebenso werden durchaus gesunde, nicht zu fällende Bäume mit Harvestern verletzt und beschädigt. Nach Meinung der Bürgerinitiative sollte die Holzernte schonend und nachhaltig erfolgen.

Revierförster Thomas Müller erklärte, dass durch Termindruck und schlechte Witterungsverhältnisse bei der Holzernte die Schäden unvermeidbar gewesen waren. „So muss und darf es in ihrem Wald nicht aussehen“, beurteilte Gangolf Rammo (Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz) die Situation.

Der Mecherswald wurde einst als Sturmschutz für Winterbach errichtet. Thomas Müller erklärte jedoch, dass der Mecherswald kein eingetragener Sturmschutzwald ist und somit bei der Holzfällung wie jedes andere Waldgebiet auch behandelt wird.

Am zahlreichen Erscheinen vieler besorgter Bürger ist zu erkennen, dass vielen der Wald und eine achtsame Behandlung des Waldes am Herzen liegen. Einig waren sich alle Anwesenden, dass zukünftig eine nachhaltige und schonende Forstwirtschaft betrieben werden muss, um unseren Wald lebensfähig durch den Klimawandel zu führen und für zukünftige Generationen zu erhalten.

Wer Interesse hat, der Bürgerinitiative beizutreten oder nähere Informationen möchte, wendet sich bitte an: wirfuerdenwald@gmx.de

Foto: Nicole Brill

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