Winterbach: „An Schilder kann man sich halten oder nicht“ – Petitionsübergabe an Dr. Magnus Jung & Alexander Zeyer

Winterbach. „Wir sind hier um die Zukunft zu verändern, denn was passiert ist, ist einfach scheiße. Aber mit der Vergangenheit muss jeder anders lernen umzugehen, während wir die Zukunft noch mitgestalten können.“, starke Worte, die Mathias Schaus bei der Übergabe der Petitionsunterschriften findet. 

Nachdem seine 17-jährige Schwester am Übergang der L133 in Höhe der Straße „Im Lämmergraben“ vor einem halben Jahr verunglückte, engagierte er sich dafür, dass diese Stelle sicherer gemacht wird. Hierzu wurde eine Onlinepetition gestartet, bei der 6502 Unterschriften gesammelt werden konnten. 

Durch Anordnung von Landrat Udo Recktenwald, wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit an der Stelle schon von 100km/h auf 70 km/h verringert. Auch Grünschnittarbeiten, die die Sicht verbessern, wurden durchgeführt. Diese Sofortmaßnahmen waren wichtig, reichen jedoch nicht aus, um die Straße sicher genug zu machen. 

Deshalb wurde die Petition in Richtung des saarländischen Landtages gesendet, wo sich nun der Petitionsausschuss mit dem Anliegen beschäftigen wird. Alexander Zeyer und Dr. Magnus Jung nahmen die Unterschriften am heutigen Dienstag entgegen und stellten sich den Fragen der Winterbacher Bürger. Sichtlich ergriffen zeigten sie ihr Mitgefühl beim Anliegen der Familie und Freunde. „Es ist wirklich bemerkenswert wie Sie sich, trotz des tragischen Ereignis, für das sich nicht die richtigen Worte finden lassen, voller Eifer dafür einsetzen, dass so etwas in Zukunft nicht mehr passiert.“, so Dr. Magnus Jung. „Wir wollen uns dafür einsetzten, dass der Antrag im Petitionsausschuss nun schnell eingehen wird. Uns ist das beiden sehr wichtig“, fügt Alexander Zeyer hinzu. 

Auch wenn die Bearbeitung des Anliegens einigen Winterbachern nicht schnell genug vonstatten geht, warben die Landtagsabgeordneten für Geduld, damit der Antrag sauber durchgeführt werden kann und somit auch nachhaltige Maßnahmen ergriffen werden dürfen. 

Mathias Schaus bedankte sich bei allen Unterstützern und hofft, dass der Petitionsausschuss des saarländischen Landtages die Gefahrenlage erkennt und solche tragischen Ereignisse nicht wieder geschehen müssen. 

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