Am Sonntagabend, dem 7. September, ist am Himmel ein seltenes Naturphänomen zu beobachten: eine totale Mondfinsternis. Dabei schiebt sich die Erde zwischen Sonne und Mond – und wirft ihren Schatten auf den Mond. Dieses Ereignis ist vom Saarland aus gut sichtbar und wird erst in dreieinhalb Jahren wieder zu sehen sein.
Während der Mond durch den Kernschatten der Erde wandert, verliert er sein gewohntes silbrig-weißes Leuchten. Stattdessen erscheint er in einem dunklen Rot- bis Kupferton. Diese Färbung entsteht durch das von der Erdatmosphäre gestreute Sonnenlicht, das den Mond dennoch leicht erreicht. Wie intensiv der sogenannte „Blutmond“ leuchtet, hängt stark von der Luftverschmutzung ab.
Wer die Himmelserscheinung erleben möchte, sollte den Zeitplan im Blick behalten. Der Eintritt des Mondes in den Halbschatten beginnt um 17.28 Uhr – allerdings liegt der Mond zu diesem Zeitpunkt von Saarbrücken aus noch unter dem Horizont. Sichtbar wird die Mondfinsternis ab etwa 19.30 Uhr. Dann beginnt die Hauptphase, in der der Mond schon recht tief am Horizont steht.
Den Höhepunkt erreicht das Schauspiel um 20.11 Uhr: Dann ist der Mond vollständig verdunkelt. Die Totalität dauert bis 20.52 Uhr. Um 21.56 Uhr endet schließlich der sichtbare Teil der Finsternis, wenn der Mond den Halbschatten der Erde wieder vollständig verlässt.
Eine vergleichbare Gelegenheit ergibt sich erst wieder am 31. Dezember 2028. Bis dahin wird vom Saarland aus keine weitere totale Mondfinsternis zu beobachten sein.



