Die Kreisverwaltung in der Mommstraße erlebte einen außergewöhnlichen Ansturm, als der Landkreis St. Wendel seine Pforten für die Öffentlichkeit öffnete. Besonders beeindruckend war die Teilnahme von etwa 600 Schülern, die ein speziell auf sie zugeschnittenes Programm erwartete.
Landrat Udo Recktenwald nahm sich Zeit für jede einzelne Schulklasse und erläuterte persönlich die Geschichte und die vielfältigen Aufgaben des Landkreises. „Ich hoffe, es wurde deutlich, dass der Landkreis mehr ist als ein Autokennzeichen. Die Landkreis-Verwaltung ist insbesondere ein sozialer Dienstleister: Sie hilft Menschen in Not, steht bei, unterstützt, berät. Wir sind Schulträger der weiterführenden Schulen. Diese beiden Aufgaben – das Soziale und die Schulträgerschaft – beanspruchen übrigens einen Großteil des Haushalts des Landkreises“, betonte der Landrat in seinen Vorträgen.
Die Rolle der Landkreise im deutschen Verwaltungssystem stand dabei im Mittelpunkt. Als Bindeglied zwischen Gemeinden und Land übernehmen sie Aufgaben, die einzelne Kommunen nicht bewältigen könnten. „Wir erfüllen dabei nicht nur unsere gesetzlichen Pflichtaufgaben, sondern gestalten auch unsere Heimat. So treiben wir die Digitalisierung voran, engagieren uns im Klimaschutz, setzen uns ein für den Erhalt und Ausbau der Infrastruktur in unseren Dörfern“, führte Recktenwald aus.
Besondere Bedeutung maß der Landrat der demokratischen Funktion der Landkreise bei. Die direkte Wahl des Kreistages und des Landrats durch die Bürger unterstreiche die wichtige Rolle im demokratischen Gefüge. „Somit haben Landkreise auch in unserem demokratischen Gemeinwesen eine bedeutende Funktion. Daher war es mir wichtig, auch dies den Schülerinnen und Schülern mitzugeben“, unterstrich Recktenwald.
Nach den informativen Vorträgen warteten weitere Herausforderungen auf die jungen Besucher: Ein Quiz testete ihr neu erworbenes Wissen über den Landkreis. Zusätzlich erhielten sie Einblicke in die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten, die die Kreisverwaltung bietet.
Der Anlass für die Veranstaltung war das 190-jährige Jubiläum des Landkreises. „Anlass war das 190-jährige Bestehen unseres Landkreises“, erklärte Recktenwald. Aus diesem Grund beteiligten sich auch verschiedene Heimatkundevereine aus der Region und stellten ihre Projekte vor. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und die Partnerschaft für Demokratie Landkreis Sankt Wendel nutzten ebenfalls die Gelegenheit zur Präsentation.
Ein breites Spektrum an Organisationen und Ämtern stellte sich den Besuchern vor: Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft St. Wendeler Land, die ehrenamtlichen Seniorensicherheitsberater und die Kulturlandschafts-Initiative Sankt Wendeler Land waren ebenso vertreten wie zahlreiche Verwaltungsabteilungen. Das Kreisjugendamt, das Kreisordnungs- und Straßenverkehrsamt, das Haupt-, Ehren- und Kreissozialamt, die Kommunale Arbeitsförderung, das Amt für Entwicklung ländlicher Raum, die Kreisvolkshochschule, der Katastrophenschutz, das Frauenbüro, das Digitalisierungsprojekt Smart Wendeler Land, das Bau- und Gesundheitsamt sowie der Eigenbetrieb Touristik & Freizeit Sankt Wendeler Land präsentierten ihre Arbeitsbereiche.
„Mit dem Tag der offenen Tür wollten wir zeigen, wie vielfältig unsere Aufgaben und unser Landkreis sind. Eine Vielfalt, die uns auszeichnet. Denn wir verwalten nicht nur unsere Heimat, sondern gestalten sie zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger“, fasste der Landrat die Intention der Veranstaltung zusammen.



