St. Wendel: Kreistag stellt erste Weichen zum Bau des Freizeitweges Freisen-Nonnweiler

Die Kreistagssitzung am Montag begann mit einer Einwohnerfragestunde, wobei die Einwohner des Landkreises die Möglichkeit haben sollen, Fragen zu stellen und somit auch aktiv Anregungen zum politischen Geschehen im St. Wendeler Land zu geben. In der gestrigen Sitzung waren jedoch keine Einwohner persönlich anwesend und es seien auch im Vorfeld keine Fragen eingereicht worden, so der Landrat.

Ein großes Thema der Sitzung war die Umsetzung des geplanten Freizeitweges zwischen Freisen und Nonnweiler auf der ehemaligen Bahntrasse, der laut Landrat Udo Recktenwald ein „besonderer Freizeitweg“ sein wird, sobald er umgesetzt ist. Eine Machbarkeitsstudie zu diesem Projekt war bereits im letzten Jahr vom Ingenieurbüro „VeloBüro Saar“ Bernd Zollhöfer verfasst worden. Der geplante Freizeitweg stelle einen sehr attraktiven Weg für viele unterschiedliche Nutzergruppen dar, mit einer direkten Anbindung an vielerlei touristischer Einrichtungen im St. Wendeler Land würde er die Infrastruktur im Landkreis bedeutend aufwerten. Die Kosten für den behindertengerechten Ausbau der rund 30 Kilometer langen Strecke zwischen Freisen und Bierfeld sollen etwa fünf Millionen Euro betragen.

Die Projektsteuerung und Umsetzung dieses Freizeitwegs kann jedoch aus personellen Gründen nicht vom Bauamt übernommen werden, weshalb der Kreistag einstimmig beschloss, das VeloBüro Saar mit der mit der Übernahme der Projektsteuerung zu betrauen. Die Ausbauplanung ist im Vorfeld gemeindeweise in drei Abschnitte unterteilt worden. Auch diese wird nach dem Beschluss des Kreistages in den Gemeindegebieten Freisen, Nohfelden und Nonnweiler vom VeloBüro Saar übernommen.

Der Antrag der Gemeinde Namborn, die vom Landkreis bereitgestellten Zuwendung zur Sanierung der denkmalgeschützten Liebenburg um zwei weitere Jahre bis 2018 zu verlängern, wurde bewilligt. Der Landkreis übernimmt dort jährlich 10% der Sanierungskosten in Höhe von etwa 10.000 Euro, da die Sanierung voraussichtlich erst im kommenden Jahr abgeschlossen werden soll, hatte die Gemeinde um weitere Unterstützung des Landkreises gebeten.

Außerdem wurden im Kreistag überplanmäßige Aufwendungen für die Aufgabenbereiche des Kreissozialamtes und des Kreisjugendamtes für die vergangenen Haushaltsjahre beschlossen. Diese belaufen sich beim Kreissozialamt auf etwa 1,4 Millionen Euro für die Haushaltsjahre 2014 bis 2016, beim Kreisjugendamt auf 900.000 Euro für die Haushaltsjahre 2015 und 2016.

Foto: Radweg St. Wendel Tholey auf ehemaliger Bahntrasse

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