Zwei ereignisreiche Wochen haben 7.-Klässler des Gymnasiums Wendalinum hinter sich gebracht. Der Schuman-Austausch ermöglichte den Jugendlichen intensive Begegnungen mit französischsprachigen Altersgenossen aus der Région Grand Est und Luxemburg. Zunächst empfingen die St. Wendeler Schülerinnen und Schüler ihre Austauschpartner in der Kreisstadt, bevor sie selbst wenige Wochen später den Gegenbesuch antraten und in französischen Gastfamilien lebten.
Das Programm gestaltete sich vielfältig und abwechslungsreich. Gemeinsamer Unterricht, sportliche Betätigungen, Schwimmbadbesuche und Ausflüge in umliegende Städte prägten die Begegnungszeit. Besonders das Familienleben der Austauschpartner bot den deutschen Jugendlichen wertvolle Einblicke in eine andere Lebensweise. Viele Teilnehmer machten dabei zum ersten Mal die Erfahrung, so intensiv mit einer fremden Sprache und Kultur konfrontiert zu werden.
Bemerkenswert empfanden die Schülerinnen und Schüler vor allem die unterschiedlichen Schulstrukturen. Der französische Schulalltag mit seinen ausgedehnten Mittagspausen und dem Unterricht bis in die späten Nachmittagsstunden unterschied sich deutlich von den gewohnten deutschen Gepflogenheiten. Diese Beobachtungen ermöglichten nicht nur kulturelle Vergleiche, sondern förderten auch das Verständnis für die Lebenswelt der gleichaltrigen Austauschpartner.
Anna Engel, Französischlehrerin am Gymnasium Wendalinum, betreut als Koordinatorin das Austauschprogramm, an dem die Schule bereits seit mehreren Jahren teilnimmt. Sie betont den besonderen Wert der Erfahrungen: „Das Erleben des Alltags in einer Gastfamilie und das direkte Anwenden der Fremdsprache machen den Austausch zu einem besonders authentischen Lernerlebnis. Wenn eine Teilnehmerin am Ende sagt, sie habe eine richtig tolle Zeit gehabt und ihre Sprachkenntnisse deutlich verbessert, bestätigt das, wie wirkungsvoll solche Erfahrungen sind. Für den Fremdsprachenunterricht ist das eine großartige Ergänzung – praxisnah, lebendig und motivierend.“



