Baumpflanzaktion im Forstrevier Ostertal

Schüler des Cusanus-Gymnasiums machen den Wald klimafit

Mit der Baumpflanzaktion verbinden die Schülerinnen und Schüler nachhaltiges Lernen und nachhaltiges Handeln (Foto: Bonenberger)

Die Klasse 6a des Cusanus-Gymnasiums zeigte bei einer Baumpflanzaktion im Forstrevier Ostertal vollen Körpereinsatz. Mit Lunchpaketen, guter Laune und jeder Menge Tatendrang ausgestattet, wanderten sie zu einer Bewaldungsfläche in der Nähe des Wendalinushofes in St. Wendel.

Hier warteten zahlreiche Jungbäume darauf, von ihnen gepflanzt zu werden. Unterstützt wurde die Klasse dabei durch die Kreisstadt St. Wendel, vertreten durch Alfred Rausch-Dupont vom Umweltamt, und durch ein Team des Saarforsts, Revier Ostertal. Jürgen Mennig, Förster in diesem Revier, verdeutlichte den Schülerinnen und Schüler die Bedeutsamkeit ihres initiativen Handels, indem er ihnen die aktuelle Problemlage im saarländischen Forst aufzeigte. Die Waldbestände erlitten in den letzten Jahren durch vermehrten Borkenkäferbefall und immer wiederkehrende Sommerdürren erhebliche Schäden. Vor allem der trockene Sommer im Jahr 2022 setzte dem Saarforst zu.

Umso motivierter griffen die jungen Helferinnen und Helfer zu den Spitzhacken und Spaten, um in regelmäßigen Abständen Setzlöcher innerhalb der Bewaldungsfläche auszuheben. Dies erforderte durchaus Krafteinsatz, denn nur eine ausreichende Lochtiefe kann ein Abknicken der Wurzeln verhindern. Behutsam setzten sie mehrere junge Eichen, Rotbuchen, Weißtannen und Linden. Aber auch Kastanien- und Spitzahornsetzlinge wurden fleißig in die Erde gebracht.

Die Philosophie dieses Vorgehens sei, wie Jürgen Mennig erklärte, dass der Wald durch das Setzen vieler verschiedener Baumarten langfristig gestärkt werde könne, um auch in mehr als 100 Jahren noch zu bestehen. Beispielsweise besitzen Eichen eine hohe Trockentoleranz aufgrund ihrer tiefgreifenden Pfahlwurzeln. Wiederum andere Baumarten sind an andere ökologische Gegebenheiten besser angepasst. Klimafit durch eine hohe Biodiversität – dieses Ziel leuchtete auch den Schülerinnen und Schülern ein.

Wieder gestärkt durch ein abschließendes Waldpicknick mit regionalem Apfelsaft ging es für die Klasse 6a mit einem wohligen Gefühl zurück zum Schulgebäude. „Es fühlt sich gut an, dass man etwas für die Umwelt getan hat“ war eine der vielen positiven Aussagen über diesen Tag. Auch die Begleitpersonen Herr Müller und Frau Morbach waren rundum zufrieden.

Alle hoffen, dass die jungen Bäume, die zum Teil sogar persönliche Namen erhielten, angehen werden. Bei einem Folgebesuch will die Klasse ihren Ertrag in Augenschein nehmen. Zudem sind zukünftige Wiederholungen der Aktion seitens der Schule, des Umweltamtes St. Wendel und des Saarforstes erwünscht. Das Vorhaben fußt auf dem gemeinsamen Anliegen nachhaltiges Lernen und nachhaltiges Handeln gewinnbringend zu verbinden.

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