Die ehrenamtlichen Seniorensicherheitsberater des Landkreises Sankt Wendel schlagen Alarm: Auf den beliebten Weihnachtsmärkten der Region treiben vermehrt Taschendiebe ihr Unwesen. Nach Einschätzung der saarländischen Polizei steigt die Zahl der Diebstahlsdelikte in der Adventszeit deutlich an.
Besonders gefährdet sind Marktbesucher, die ihre Handtaschen offen tragen oder bei denen Portemonnaies und andere Wertgegenstände sichtbar sind. Auch wer sein Eigentum unbeaufsichtigt auf Stehtischen ablegt, macht es den Kriminellen leicht. Die Täter agieren häufig in organisierten Gruppen und wenden ausgeklügelte Ablenkungsmanöver an, um ihre Opfer zu bestehlen.
Zu den bekannten Maschen zählt der sogenannte Rempel- und Beschmutzer-Trick: Dabei stößt ein Täter scheinbar zufällig gegen das Opfer und bekleckert dessen Kleidung beispielsweise mit Glühwein. Während das Opfer abgelenkt ist, greift ein Mittäter zu und reicht die gestohlenen Gegenstände an weitere Komplizen weiter. Eine andere Methode ist das Vortäuschen von Orientierungslosigkeit: Die Diebe geben sich als Ortsfremde aus und bitten um Wegbeschreibungen, um ihre Zielpersonen in ein Gespräch zu verwickeln.
Die Sicherheitsexperten raten zur Vorsicht bei Kontaktaufnahmen durch Fremde. Für den Marktbesuch sollten Besucher nur die benötigte Menge Bargeld mitführen. Geldbörsen und andere Wertgegenstände gehören in verschlossene Innentaschen, die direkt am Körper getragen werden. Handtaschen und Rucksäcke sollten vor dem Bauch getragen werden, niemals sollten persönliche Gegenstände unbeobachtet bleiben.
Wer dennoch Opfer eines Diebstahls wird, muss schnell handeln: EC- und Kreditkarten lassen sich unter der bundesweiten Sperr-Notrufnummer 116 116 blockieren. Zusätzlich ist eine Anzeigenerstattung bei der Polizei erforderlich.
Interessierte Bürger, Vereine und Gruppen können sich bei der Geschäftsstelle der Seniorensicherheitsberater im Seniorenbüro des Landkreises Sankt Wendel unter der Rufnummer (06851) 8015201 oder per E-Mail an seniorenbuero@lkwnd.de über weitere Schutzmaßnahmen informieren. Die ehrenamtlichen Berater bieten auch kostenlose Vorträge und individuelle Beratungen an.



