Mit einem außergewöhnlichen Klavierkonzert startete der erste Advent an der Damra. Am Sonntagvormittag präsentierte der Klassikpianist Thomas Layes in einer Matinee Werke des französischen Komponisten Erik Satie, der zur Jahrhundertwende als einflussreicher Außenseiter in der Musikwelt galt.
Zwischen den einzelnen Musikstücken verstand es Layes, dem Publikum den ungewöhnlichen Komponisten näherzubringen. Mit unterhaltsamen Kommentaren ordnete er die Werke in die Musikgeschichte ein und gewährte Einblicke in Saties Lebensgeschichte. Zu den dargebotenen Höhepunkten zählten die „Orgives“, vier Klavierstücke, die der Komponist unter dem Eindruck gotischer Kirchenarchitektur schuf. Besondere Begeisterung lösten auch die „Descriptions automatiques / Automatischen Beschreibungen“ aus dem Jahr 1913 aus – eine ungewöhnliche Verbindung von Musik und Text, die der Pianist mit erkennbarer Spielfreude vortrug.
Sein musikalisches Können bewies Thomas Layes auch bei Saties populärsten Werken, den „Gymnopédies“ und „Gnosiennes“. Die Veranstaltung fand im Salon der Damra statt, dem früheren Wohn- und Arbeitshaus des Künstlerpaares Leo Kornbrust und Felicitas Frischmuth. Das aktuelle Veranstaltungsprogramm der Stiftung Frischmuth/Kornbrust – Skulptur und Poesie ist unter www.damra.de abrufbar.



