Hoffen auf Normalität

„Ohne Maske zu Oma und Opa“ – Osteraktion am Wendalinum deckt Wünsche auf

(Foto: A. Besch)

Seit nunmehr einem Jahr findet Lernen und Lehren an den Schulen nur noch im Ausnahmezustand statt: Maskenpflicht, Homeschooling, Wechselunterricht, Digitalisierung, sozialer Abstand… die Pandemie hat den Lebensraum Schule verändert.

Zwar fühlen sich die Schülerinnen und Schüler am Wendalinum, wie die Klassen- und Elternsprecher/innen rückmelden, trotz aller Unwegsamkeit fachlich gut betreut, dennoch entstehen in dieser Zeit auch bei Kindern und Jugendlichen Sorgen und damit verbundene Hoffnungen für die kommenden Wochen und Monate.

Hierzu hatte sich der Fachbereich Religion im Vorfeld des Osterfestes Gedanken gemacht und sich überlegt, wie man der Gedankenwelt der Kinder und Jugendlichen eine Plattform bieten kann: „Diese Zeit ist für alle Menschen schwierig und wir alle haben Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft. Wir wollten das Osterfest nutzen, um den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu bieten, einmal ihre Hoffnungen und Wünsche für die Zukunft, bzw. für die nächste Zeit zu verbalisieren und zu sammeln. Ostern steht in seinem ursprünglichsten Sinne für den Neuanfang und ist das Fest der Hoffnung; aktuell also am ehesten die Hoffnung auf eine unbeschwertere Zeit“, erklärt Religionslehrerin Anika Jung den Ansatz des Projektes. In der Folge haben rund 250 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 – 9 ihre eigentlich ganz privaten Wünsche und Hoffnungen auf Papiereier geschrieben, im Foyer der Schule präsentiert und die Schulgemeinschaft somit auf das Osterfest eingestimmt.

„Keiner ist allein und jeder hofft auf bestimmte Dinge; diese wichtige Nachricht hat das Projekt ganz deutlich offengelegt. Die meisten Schülerinnen und Schüler wünschen sich, endlich wieder mit der ganzen Familie, mit Oma und Opa ohne Maske, vor allem aber ohne Angst, jemanden anzustecken, verbringen zu können. Ich glaube fest daran, dass sich die Wünsche der Schülerinnen und Schüler erfüllen werden, solange Solidarität, Zusammenhalt und Nächstenliebe unsere wesentlichen sozialen Werte bleiben“, ergänzt Frau Jung mit Blick auf die offenen und ehrlichen Wünsche.

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