Am 03.07.2025 gründeten rund 80 Vertreterinnen und Vertreter von Institutionen, Kommunen, Vereinen, Verbänden, Kirchen und Selbsthilfegruppen das „Netzwerk Inklusion vor Ort im Landkreis St. Wendel“ im Kulturzentrum Alsfassen. Das neue Netzwerk ist Teil des Projekts „Inklusion vor Ort“, das vom Landkreis und der Lebenshilfe in St. Wendel gemeinsam betreut wird.
Das Projekt startete bereits am 1. April dieses Jahres und wurde mit einer Laufzeit von vorerst fünf Jahren datiert. Insgesamt stehen dafür rund 1 Million Euro zur Verfügung. Davon fördert das saarländische Sozialministerium 500.000 € an den Landkreis und die Aktion Mensch rund 500.000 € an die Lebenshilfe in St. Wendel. „Inklusion vor Ort“ ist jedoch auch darauf ausgelegt, weitere Fördermittel zu generieren, und soll sich als ein langlebiges Projekt auszeichnen.
Das nun entstandene Netzwerk fördert diesen Gedanken, denn: „Inklusion gelingt dann, wenn Menschen miteinander ins Gespräch kommen, gemeinsam Ideen entwickeln und konkret vor Ort etwas verändern… Barrieren erkennen und gemeinsam Lösungen finden. Für ein Miteinander, das von Respekt, Vielfalt und echter Teilhabe geprägt ist“, so Peter Schön, Geschäftsführer der Lebenshilfe St. Wendel.
Die Arbeitsstruktur des Netzwerks ist in drei Säulen aufgeteilt: das offene Netzwerk, die Lenkungsgruppe als Entscheidungsgremium und die Steuerungsgruppe, die das operative Geschäft leitet. Als Netzwerkkoordinatoren stellten sich Anne Kiefer vom Landkreis und Jerôme Laubenthal von der Lebenshilfe vor. Die Gewährleistung der Partizipation und Teilhabe von Betroffenen ist ein wesentliches Kriterium. Die Zielgruppe, bestehend aus Menschen mit Behinderungen und Menschen mit Beeinträchtigungen, die auf unterschiedlichster Art ihr Leben nicht eigenständig gestalten können, steht im Mittelpunkt aller Entscheidungen.
„Wir werden Synergieeffekte nutzen, die sich aus unserer gemeinsamen Lebensarbeit ergeben. Wir schaffen neue Tätigkeitsfelder für Ehrenamtliche und geben ihnen aktiv die Möglichkeit, sich langfristig in das Projekt einzubringen. Wir wollen den Landkreis zum inklusiven Leuchtturm in allen Bereichen der Gesellschaft weiterentwickeln.“, so Jerôme Laubenthal. Verschiedene Themenbereiche wie Sport, Wohnen, Freizeitaktivitäten, Barrierefreiheit, Bildung und viele mehr werden nachhaltig betrachtet, kontinuierlich vorangetrieben und die notwendigen Akteure und Partner dafür zusammengebracht.
Die im kommenden Jahr stattfindenden „Special Olympics Saarland“, die unter anderem am Bostalsee ausgetragen werden und deren Fackellauf im Zusammenhang mit dem Stadtfest in St. Wendel stattfinden wird, sind nur eines der bereits geplanten Projekte, um Inklusion vor Ort zu leben.




