Die Jugend-Foto-AG des Fotoclubs Tele Freisen und der Gemeinschaftsschule Freisen verbrachte ein kreatives Wochenende auf der Burg Lichtenberg in Thallichtenberg bei Kusel. Neun junge Fotografinnen und Fotografen – Luke, Jan-Ole, Lennox, Merle, Paula, Mia, Liah, Alyce und Leonie – nahmen an der zweitägigen Exkursion am Freitag und Samstag teil. Betreut wurden sie von Franz Rudolf Klos und Ute Kaiser-Drogi vom Fotoclub sowie Lehrerin Heike Weber.
Auf dem Programm standen sowohl Theorie als auch jede Menge Praxis. Die Jugendlichen lernten unter anderem, wie Gegenlicht-Aufnahmen und Tiefenschärfe funktionieren. Bei einer inszenierten Wasserschlacht mit Wasserpistolen fingen sie besondere Momente ein. Anschließend ging es hinauf zum Burgfried, wo Landschaftsaufnahmen entstanden. „Faszinierend war es für einige, die zum ersten Mal mit einem Teleobjektiv fotografieren“, berichtet die Jugend-AG. Nach Einbruch der Dunkelheit stand Lichtmalerei auf dem Plan. „Dazu suchen wir eine dunkle Stelle in der Burg auf. Eine Person bewegt zwei Leuchtstäbe und zeichnet beispielsweise Kreise in der Luft. Die Fotografen stellen eine lange Belichtungszeit ein. Dadurch entstehen interessante Bilder mit abstrakten Formen und ausdrucksvollen Lichteffekten“, so die jungen Fotokünstler.
Am zweiten Tag vermittelte der erfahrene Fotograf Alexander Schmidt vom Fotoclub Wissenswertes zu Kameraeinstellungen. Er erläuterte, wie ISO, Blende und Belichtungszeit zusammenspielen, um bestimmte Effekte zu erzielen, und sprach über Bildgestaltung mit Goldenem Schnitt und Drittelregel. Danach wartete eine Überraschung auf die Gruppe: „Auf der Burg ist heute ein Treffen von ‚Wikingern‘, die ein Turnier ausführen“, berichten die Jugendlichen. Die Kämpfe in der historischen Kulisse boten dankbare Motive.
Am Nachmittag stand Model-Fotografie mit Ute Kaiser-Drogi auf dem Programm. Gerhard Drogi stellte sich als Model zur Verfügung, wobei besonders einige Schwarz-Weiß-Porträts ausdrucksstark gelangen. „Vielen Dank an Gerhard Drogi! Es hat uns allen Spaß gemacht dich zu fotografieren.“ Nach dem Abendessen wurde es dann gruselig: Im Burgturm bauten die Teilnehmer Stative und Lichtanlagen auf, einige hüllten sich in weiße Leintücher und posierten als Gespenster für ein Ghost-Shooting in der Burgruine.
Am Sonntagvormittag kehrte die Gruppe mit tausenden Foto-Dateien auf den Speicherkarten zurück nach Freisen. Das Fazit der Jugendlichen fiel eindeutig aus: „Es war ein tolles Wochenende, das allen gefallen hat. Jeder hat erfolgreich fotografiert, einiges dazugelernt und neues entdeckt. Herzlichen Dank an alle Betreuer.“






