Die MINT-Nationalparkregion Hunsrück-Hochwald plus organisiert am 25. September 2025 eine besondere Fortbildungsveranstaltung für Bildungsexperten. Von 9:00 bis 13:00 Uhr erwartet die Teilnehmer eine vierstündige Wanderung mit fünf Lernstationen entlang einer vier Kilometer langen Strecke zwischen Koppbruchweiher und Primstalsperre.
Ausgangspunkt der kostenlosen Veranstaltung ist das Nationalpark-Tor Keltenpark in der Ringwallstraße 80 in Nonnweiler-Otzenhausen. Die Organisatoren empfehlen den Teilnehmern, wetterangepasste Kleidung und geeignetes Schuhwerk sowie Sonnenschutz mitzubringen. Primäre Zielgruppe sind Lehrkräfte und Erzieher aus der Region, jedoch steht die Fortbildung auch Mitarbeitern der Kooperationspartner und anderen Interessierten offen.
Das Bildungsangebot entsteht durch die Zusammenarbeit mehrerer regionaler Einrichtungen: dem WasserWissensWerk Kempfeld, der IoT-Werkstatt des Umwelt-Campus Birkenfeld, dem Abfallwirtschaftsbetrieb Birkenfeld, dem Naturpark Saar-Hunsrück und dem Nationalpark Hunsrück-Hochwald.
Der Naturpark Saar-Hunsrück präsentiert sein neues Bildungsmodul „Rudi Regenwurm macht Schule“, das sich dem natürlichen Klimaschutz widmet. Das Unterrichtskonzept „Natürlicher Klimaschutz – Gesunde Böden, Gesunde Ökosysteme, Gesundes Klima“ richtet sich an Schüler der Grundschule, Förderschule und Sekundarstufe I bis zur sechsten Klasse. Rudi Regenwurm führt die Kinder durch spielerisches Storytelling, einfache Experimente und praxisnahe Aufgaben über und unter den Schulhof. Die Station vermittelt Konzepte zum Schulhof als Ökosystem, fördert naturwissenschaftliche Kompetenzen durch Messungen und Bodenanalysen und schafft Anknüpfungspunkte zu außerschulischen Lernorten. Zusätzlich werden weitere Bildungsmaterialien zum Ausleihen vorgestellt.
Die IoT-Werkstatt des Umwelt-Campus Birkenfeld zeigt unter dem Motto „Technik zum Anfassen, Zukunft zum Gestalten“ praktische Anwendungen des Internets der Dinge. Die Teilnehmer erleben, wie CO₂-Ampeln, Hochwasserpegel und interaktive Makey-Platinen funktionieren. Präsentiert wird auch das BMBF-geförderte DATI-Pilot-Projekt „DigiSelfTrans“ sowie Einblicke in Makerspaces, wo Technik, Kreativität und Nachhaltigkeit zusammentreffen.
Der Abfallwirtschaftsbetrieb Nationalparklandkreis Birkenfeld (AWB) stellt sein Umweltbildungsangebot unter dem Slogan „Wir reden keinen Müll!“ vor. Als öffentlich-rechtlicher Entsorger testet der AWB zunächst das Wissen der Lehrkräfte in einem Abfall-Quiz. Vorgestellt wird der „Abfallkoffer“, der kostenfrei ausgeliehen werden kann und vorrangig für Kindertagesstätten, aber auch für Grundschulen der ersten und zweiten Klasse konzipiert wurde. Begleitend bietet der AWB Besuche in Bildungseinrichtungen an.
Das WasserWissensWerk präsentiert sich als interaktiver Lernort mit einem Quiz rund um das Trinkwasser und Wasser-Experimenten im WaterLab des Blauen Klassenzimmers. Schüler der dritten bis sechsten Klasse können hier ihr Wissen über Wasserkreislauf, Wasseraufbereitung, Oberflächenspannung und pH-Wert testen und erweitern. Die Lehrkräfte erhalten Einblicke in den digitalen Ausstellungsführer für Schulklassen ab der neunten Klasse und Informationen über den neuen 1,5 Kilometer langen Rundweg mit fünf Hörstationen, die Einblicke in die Steinbachtalsperre und den regionalen Klimawandel bieten.
Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald stellt sein neues Bildungsangebot „Gestalter der Wildnis – Wer verändert hier die Natur?“ vor. Bei einer Runde um den Koppbruchweiher entdecken die Teilnehmer Biberspuren und erhalten mit spielerischen Methoden Einblicke in das Grundschulprogramm. Das Angebot vermittelt nicht nur Fakten über den tierischen Baumeister, sondern auch grundlegendes Verständnis ökologischer Zusammenhänge und den Umgang mit natürlichen Prozessen.



