Menschen im St. Wendeler Land – 10 Fragen an … Sabine Dorsch

Heute stellen wir euch in unserer Rubrik 10 Fragen an… Sabine Dorsch vor. Sabine Dorsch ist 34 Jahre alt und seit 2018 bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft St. Wendeler Land mbH tätig. Begonnen habe sie ihre Tätigkeit als Projektmanagerin für das Bundesmodellvorhaben Land(auf)Schwung. In diesem Zusammenhang hat sie mit dem Projekt „Digitale Transformation im Landkreis St. Wendel“, regionale Unternehmen und Vereine auf Ihrem Weg zur Digitalisierung begleitet. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Projekts und mit dem Start des Modellprojekts „Smart Cities“ im Landkreis St. Wendel hat sie die Leitung des Digitalen Kompetenzzentrums, das seit dem 01. Februar 2021 bei der Wirtschaftsförderung St. Wendeler Land verortet ist, übernommen.

Wie sieht ein typischer Tag in Ihrem Leben aus? 

Hmm… wenn wir davon ausgehen, dass ein typischer Tag ein Wochentag ist, dann beginnt er damit, dass ich meinen Wecker verfluche – auch wenn er sich davon bisher nicht beeindrucken ließ. Die schlechte Laune verfliegt aber spätestens, wenn ich die Schlafzimmertür öffne und von meinem Hund Bo sowie den beiden Katzen Elli und Cira begrüßt werde (obwohl es bei den letztgenannten eher der Hunger ist, der sie zu mir treibt 😉). Während ich die Fellmonster versorge, läuft schon die Kaffeemaschine warm – denn ohne Kaffee geht es nicht. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation ist mein Arbeitsweg an den meisten Tagen recht überschaubar. Ich wechsele im Home-Office lediglich von der Küche in mein Arbeitszimmer. Meine Arbeit unterbreche ich dann gegen Mittag, um bei einem Spaziergang mit Bo, den Kopf für die zweite Hälfte des Tages freizubekommen. Nach der Arbeit koche ich gerne und lasse den Abend mit meinem zukünftigen Ehemann Christof ausklingen.

Wie würden Sie Ihre Tätigkeit als Leiterin des digitalen Kompetenzzentrums beschreiben und was ist das überhaupt? 

Das Digitale Kompetenzzentrum ist eine Organisationseinheit innerhalb der Wirtschaftsförderung St. Wendeler Land und fungiert als Dienstleistungsagentur für die Landkreisverwaltung im Modellprojekt „Smart Cities“. Mit unserer Hilfe sollen frühzeitig Trends, Innovationen und deren Chancen und/oder Risiken für den Landkreis St. Wendel und die kreisangehörigen Kommunen erkannt, eingeordnet und aufgearbeitet werden. Das Digitale Kompetenzzentrum ist das Innovationslabor und steht in direktem Austausch mit externen Experten. Zudem beraten wir die Stabsstelle Digitalisierung bei der Landkreisverwaltung und sind direkter Ansprechpartner für die Bürgerschaft. Letzteres ist uns besonders wichtig, da das Modellprojekt von der Mitgestaltung durch die Bürgerschaft des Landkreises lebt und wir nur gemeinsam eine nachhaltige Umsetzung erreichen können. Meine Aufgabe besteht also darin, gemeinsam mit meinem Team und der der Landkreisverwaltung, aus dem St. Wendeler Land das S(mar)t. Wendeler Land zu machen. 



Auf welches digitale Tool würden Sie nicht mehr verzichten wollen? 

In der aktuellen Situation habe ich Video-Konferenztools sehr zu schätzen gelernt. Auch wenn sie den persönlichen Kontakt nicht ersetzen können, bin ich doch der Meinung, dass eine Kontaktminimierung nicht zwangsläufig zum Social Distancing führen muss. Vielmehr ist uns durch Videocalls die Möglichkeit gegeben, sowohl beruflichen wie auch privaten Austausch zu pflegen. Erst letztes Wochenende habe ich mich mit Freunden aus mehreren Haushalten zum Online-Escape- Game verabredet. Was zunächst noch etwas gewöhnungsbedürftig war, endete in einem 3-stündigen, sehr kurzweiligen Spieleabend, bei dem die Mitspieler über Video miteinander kommunizieren und interagieren konnten. Falls jemand Spaß an sowas hat – ich kann es sehr empfehlen.

Wer ist Ihr großes Vorbild? 

Da muss ich tatsächlich passen, ich habe kein großes Vorbild. Es gibt Menschen in meinem Leben, die mich inspirieren und die mich dazu veranlassen, mich und mein Handeln zu reflektieren – dafür bin ich sehr dankbar!

Was mögen Sie besonders am St. Wendeler Land?

An dieser Stelle muss ich gestehen, dass ich „nur“ zu den Bürozeiten St. Wendeler bin. Aber gerade deshalb kann ich sagen, dass ich die Menschen hier sehr mag – allen voran meine lieben Kolleginnen und Kollegen bei der Wirtschaftsförderung, die mich auch als Nicht-St. Wendeler herzlich aufgenommen haben. 

Was würden Sie gerne im St. Wendeler Land verbessern?

In meiner Funktion als Leiterin des Digitales Kompetenzzentrums und somit als Teil des „Smart City“ Projekts habe ich das Glück, nicht nur Verbesserungsvorschläge machen zu können, sondern den Veränderungsprozess aktiv zu gestalten. Mit dem Modellprojekt werden wir in den nächsten Jahren dafür sorgen, dass sich die Potenziale der Digitalisierung im Landkreis St. Wendel nutzenstiftend entfalten können.

Was ist Ihr Lieblingsort/Geheimtipp im St. Wendeler Land? 

Der Wendelinushof ist mein ganz individueller Geheimtipp. Ich finde das Konzept der WZB gGmbH großartig – sowohl die Eingliederung behinderter Menschen in das Arbeitsleben als auch das Lokalwarenprinzip, insbesondere der Umgang mit den Tieren. Ein Besuch auf dem Wendelinushof bedeutet für mich auch immer ein Stück Entschleunigung des Alltags, was ich zwischendurch sehr zu schätzen weiß.

Was bedeutet Heimat für Sie? 

Da ich oft zwischen meinem Geburts-, meinem Wohn- sowie meinem Arbeitslandkreis pendele, kann ich diese Frage ganz kurz und knapp beantworten: Heimat ist dort, wo die Menschen sind, die ich liebe.

Was gibt Ihrem Leben die besondere Würze? 

Meine Familie, mein Verlobter, meine Freunde und meine Tiere. Klingt vielleicht etwas langweilig, aber wie sagt man so schön: ohne sie wäre alles doof.

Wie würden Sie die „St. Wendeler Mentalität“ beschreiben?

Auch wenn es den klassischen St. Wendeler nicht gibt, habe ich die St. Wendeler als sehr sozial und gesellig kennengelernt, was sich auch in der hohen Vereinsdichte des Landkreises widerspiegelt. Außerdem ist für mich die St. Wendeler Mentalität geprägt von einer gesunden Portion Lokalpatriotismus. Die Bürgerinnen und Bürger sind (zurecht) stolz auf IHREN Landkreis. 

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