Die Freiwillige Feuerwehr des Löschbezirks Kastel hat in ihrer Jahreshauptversammlung eine erfolgreiche Bilanz für das Jahr 2025 gezogen. Löschbezirksführer Björn Schorr informierte über 16 abgearbeitete Einsätze, darunter acht Brände und acht technische Hilfeleistungen. Derzeit engagieren sich 29 Kameradinnen und Kameraden in der Einsatzabteilung.
Ein besonders dramatischer Einsatz ereignete sich am Karfreitag, als die Wehrmänner und -frauen eine hilflose Person aus dem Obergeschoss eines Hauses retten mussten. Am Pfingstsonntag räumten sie eine umgestürzte Baumgruppe weg, die den Zugang zum Waldgebiet „Auf dem Schreck“ versperrte. Im September zogen die Einsatzkräfte einen auf abschüssiger Straße festgefahrenen Tanklastwagen aus seiner misslichen Lage.
Die Nachwuchsarbeit trägt Früchte: Sieben Jugendliche gehören der Jugendfeuerwehr an, während die 2021 ins Leben gerufene Vorbereitungsgruppe „Löschfüchse“ bereits 13 Kinder zählt. Die Altersabteilung umfasst sieben Mitglieder, und etwa 150 Bürgerinnen und Bürger unterstützen die Wehr als fördernde Mitglieder.
Benedikt Junker berichtete, dass 13 Einsatzkräfte als Atemschutzgeräteträger ausgebildet sind. Sie absolvierten drei Einsätze und vier Übungen unter schwerem Atemschutz. Die Truppe bildete sich kontinuierlich weiter – sowohl bei Lehrgängen auf Gemeindeebene als auch an der Landesfeuerwehrschule. Die jährliche Frühjahrsübung auf dem Gelände der Firma Diehl Defence in Mariahütte gehörte ebenso zum Programm wie eine Projektübung in einer örtlichen Tagespflegeeinrichtung im Herbst.
Die Jugendabteilung unter der Leitung von Marc Finkler absolvierte 16 Übungen. Die jungen Brandschützer sammelten ausgediente Weihnachtsbäume ein, halfen beim Picobello-Tag und verkauften bei der Martinstombola über 1.300 Lose. Michael Schmitt, Betreuer der Löschfüchse, organisierte 19 Treffen für die Jüngsten. Ein Highlight für die Kinder war der Besuch des Erlebnisbergwerks in Velsen im September.
Das 2024 erworbene Garagengrundstück direkt neben dem Gerätehaus wird derzeit für den Katastrophenschutz hergerichtet. Die Aktiven investierten bereits viele Arbeitsstunden in die Gestaltung und werden die Arbeiten im Frühjahr fortsetzen. Die 1977 im „Spillert“ errichtete Schutzhütte verwaltet weiterhin Helmut Barth aus der Altersabteilung. Die Senioren der Wehr treffen sich monatlich, wie Karl-Heinz Gillenberg mitteilte.
Nach 34 Jahren übergab Heiko Becker die Kassenführung an Stephan Loth. Manfred Koch wurde für weitere drei Jahre als Schriftführer bestätigt – er übt dieses Amt bereits seit 43 Jahren aus.
Hohe Gäste würdigten die Arbeit der Kasteler Wehr: Der saarländische Minister für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit, Dr. Magnus Jung, Landtagsabgeordneter Jonas Reiter, Bürgermeister Dr. Franz Josef Barth und Ortsvorsteher Joachim Hahn waren anwesend. Von der Feuerwehrführung kamen Kreisbrandmeister Frank Feid, der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes St. Wendel Günter Burkholz sowie Gemeindewehrführer Alexander Kuhn mit seinen Stellvertretern Florian Janowski und Thorsten Maring.
Die Redner lobten einhellig „die Schlagkraft, die Professionalität und die Kontinuität der Kasteler Mannschaft“. Die Nachwuchssituation bereite keine Sorgen. Bürgermeister Barth, der in den Ruhestand geht, dankte besonders für die gute Zusammenarbeit. Kreisbrandmeister Feid und Wehrführer Kuhn hoben die gute Verfügbarkeit der Truppe während der Tageszeiten hervor.
Die Feuerwehr lädt zu zwei geselligen Veranstaltungen ein: Der Karnevalsfrühschoppen findet am 15. Februar statt, das Sommerfest vom 26. bis 28. Juni.



