Das Umwelt- und Technologiezentrum in St. Wendel wurde zum Schauplatz eines besonderen Präventionsprojekts: Unter dem Titel „Sucht? Nein danke! 2025″ lud der Landkreis Sankt Wendel Menschen mit Einschränkungen zu einem informativen Mitmach-Tag ein. Rund 100 Teilnehmer aus verschiedenen Einrichtungen der Behindertenhilfe nahmen an der Veranstaltung teil, die bereits zum zweiten Mal stattfand.
Die Arbeitsgruppe „Gemeindenahe Suchtprävention“ des Landkreises organisierte den Aktionstag gemeinsam mit mehreren Partnern: WZB, DPS Saarwork, Lebenshilfe St. Wendel und dem Schwesternverband arbeiteten Hand in Hand. Nach dem positiven Echo des Vorjahres entwickelten die Veranstalter ein überarbeitetes Konzept mit vier spezialisierten Workshops. Diese behandelten gezielt die Themenbereiche Rauchen, Alkohol, Energydrinks und Medienkonsum.
Landrat Udo Recktenwald fungierte als Schirmherr der Veranstaltung und betonte deren gesellschaftliche Bedeutung. „Suchtprävention ist ein zentrales Thema, das uns alle betrifft. Als inklusiver Landkreis ist uns die Gesundheitsförderung für alle, ob mit oder ohne Beeinträchtigung, ein besonderes Anliegen. Umso mehr freue ich mich, dass heute sowohl Mitarbeitende aus der Suchtprävention als auch Vertreterinnen und Vertreter einer Selbsthilfegruppe anwesend sind, die über dieses wichtige Thema informieren und Wege aufzeigen, wie ein Ausstieg aus der Sucht gelingen kann“, erklärte Recktenwald bei der Begrüßung.
Peter Schön, Geschäftsführer der Lebenshilfe, hob die bewährte Kooperation zwischen den beteiligten Organisationen hervor. „Süchte und Abhängigkeiten sind alltäglich, sie betreffen Menschen mit und ohne Behinderung, sie sind wahrhaft inklusiv. Heute gibt es viele Antworten auf die Frage, wie man mit diesen Verlockungen umgeht, aber auch der Spaß und die Lebensfreude kommen bei diesem Veranstaltungsformat nicht zu kurz“, sagte Schön.
Das Programm ging weit über die Workshops hinaus: Die Teilnehmer konnten an Reaktionstests teilnehmen, alkoholfreie Cocktails probieren und sich an einer Bewegungsstation sportlich betätigen. Sackloch-Spiele und Selfie-Stände sorgten für zusätzliche Unterhaltung, während ein Informationsstand der Anonymen Alkoholiker Beratungsmöglichkeiten aufzeigte. DJ Ronan untermalte die Veranstaltung musikalisch. Den Höhepunkt bildete ein gemeinsames Zumba-Training unter Anleitung von Trainerin Katja Bonny, das alle Teilnehmer zum Abschluss zusammenbrachte.
Die Suchtpräventionsfachkräfte und Mitarbeiter der Kooperationspartner entwickelten die Workshop-Inhalte gemeinsam, um sie optimal auf die Bedürfnisse der Zielgruppe abzustimmen. Durch die Kombination aus Information, Prävention und spielerischen Elementen gelang es den Veranstaltern, ein ernstes Thema auf zugängliche Weise zu vermitteln.



