„Der Ortsrat ist jetzt auch Elferrat, möglicherweise habt ihr jetzt gar nichts mehr zu lachen!“, mit diesen Worten eröffnete Dr. Magnus Jung, der neben seinen Tätigkeiten als Mitglied des Landtages und Vorsitzender des St. Wendeler Kreisverbandes der SPD auch Ortsvorsteher in seinem Heimatdorf Kastel ist, am vergangenen Samstagabend die Kasteler Kappensitzung unter dem Motto „Unser Dorf lacht“. Als Elferratspräsident stehe er nun auf einer Stufe mit Uli Hoeneß und Donald Trump, scherzte er und legte gleich in Anlehnung an die Amtseinführung des neuen amerikanischen Präsidenten mit Blick auf das Publikum nach: „Ich sehe, es sind so viele Leute wie noch nie gekommen!“.
Nach der Proklamation des Präsidenten ging es dann auch sofort weiter mit der Abarbeitung der doch recht umfangreichen Tagesordnung. Neben der Kasteler Tanzgruppe „Infinity Girls“ setzte vor allem auch der Auftritt der Faasendband „Standgas“, die dem Publikum traditionell mit bekannten Faschingshits einheizten, musikalische Akzente im ersten Sitzungsteil.
Christof Görgen, Vorsitzender des Gemeindeverbandes der SPD in Nonnweiler und Stellvertreter von Jung als Ortsvorsteher, konnte den Zuschauern als „Psychologe Dr. Göschi“ zahlreiche Lacher entlocken.
Sabine Schmitt, die ebenfalls Mitglied des Ortsrats ist, wagte sich zum ersten Mal in die Bütt und hielt als professionelle Businesslady einen Fachvortrag über Frauen im Beruf.
Auch die Kasteler Urgesteine auf der Faasendbühne durften natürlich nicht fehlen und so gaben Beate Franz und Gabi Stroh sich gleich zweimal die Ehre und hatten mit dem Sketch „Der Einkauf“ und der „Oldie-Parade“ alle Lacher auf ihrer Seite.
Der zweite Teil der Sitzung wurde dann von Magnus Jung als „der Koch vom Landtag“, der das Publikum in der Bütt mit „Lach- und Sachgeschichten aus dem Landtag“ unterhielt, eingeleitet.
Dabei nahm er nicht nur seine Ortsratskollegen, sondern auch sich selbst auf die Schippe. „Euer Magnus ist bei uns im Restaurant bestens bekannt“, scherzte er, wenn alle so wären, wie er, hätte man im Restaurant einiges mehr zu tun. Auch die Ministerin, die ganze Brücken sperrt, ließ er nicht außen vor. Anke Rehlinger habe dabei jedoch nur nicht gewollt, dass noch mehr Leute abhauen, da vor allem die saarländische Jugend in die Nachbarländer entfliehe.
Jung nutzte diese Gelegenheit aber auch, um auf eher kritische politische Themen aufmerksam zu machen. So folgerte er mit einem Blick in die USA „wenn Trump möglich ist, ist nichts ausgeschlossen“. Die abwertenden Kommentare des amerikanischen Präsidenten gegenüber Minderheiten und Frauen verurteilte er, bezeichnete Trump als Witzfigur. Jedoch mahnte er auch, dass die jüngsten Entwicklungen in den Vereinigten Staaten zeigen würden, was auch Parteien wie die AfD wollten. Ein „Petri Heil!“ sei ihm recht, bei einem „Heil Petry!“ würde ihm jedoch schlecht, sagte er im Hinblick auf die Kanzlerkandidatin der AfD.
Während er ihm nach der gelungenen Büttenrede seinen Orden überreichte scherzte sein Kollege Christof Görgen über Jung: „Der Magnus ist eben ein Politiker mit breitem Speck drum!“
Außerdem durfte natürlich nicht der traditionelle Auftritt des Funkenmariechens Svenja Görgen, die das Publikum mit ihrem Funkentanz begeisterte, fehlen.
„Hölza und der Schreck vom Eck“ brachten die Zuschauer mit ihrem Vortrag, in dem sie sich ordentlich über ihre Partner ausließen, zum Toben, ehe dann zum Schluss das Männerballett den Saal zum Glühen brachte.
Zum großen Finale wurden dann nochmal alle Akteure auf die Bühne gebeten und tanzten gemeinsam mit dem Publikum zur Musik der Big Band unter der Leitung von Thomas Müller, die den Abend musikalisch begleitet hatte.




