Die Preise im Saarland sind im September 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,8 Prozent gestiegen. Das teilte das Statistische Amt des Saarlandes mit. Im August hatte die Teuerungsrate noch bei 3,3 Prozent gelegen. Im Monatsvergleich kletterte der Verbraucherpreisindex um 0,6 Prozent auf einen Stand von 126,5 Punkten (Basisjahr 2020 = 100).
Haupttreiber der Inflation bleiben die Energiepreise. Besonders drastisch fiel der Anstieg beim Heizöl aus: Hier mussten Verbraucherinnen und Verbraucher 76,2 Prozent mehr zahlen als im September des Vorjahres. An den Tankstellen verteuerte sich Benzin um 46,4 Prozent, Brennholz, Holzpellets und vergleichbare Brennstoffe kosteten 21,8 Prozent mehr. Rechnet man die Energiepreise heraus, lag die Teuerung im Saarland lediglich bei 2,1 Prozent.
Allerdings gab es auch gegenläufige Entwicklungen im Energiesektor: Strom wurde um 5,8 Prozent günstiger, Fernwärme verbilligte sich um 6,4 Prozent und Erdgas um 2,1 Prozent.
Bei den Nahrungsmitteln fiel der Preisanstieg mit durchschnittlich 1,6 Prozent vergleichsweise moderat aus – bereits den siebten Monat in Folge lag die Lebensmittelteuerung damit deutlich unter der Gesamtinflation. Fleisch und Fleischwaren verteuerten sich um 3,1 Prozent, Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte um 1,3 Prozent. Trotz des saisonalen Angebots stiegen die Gemüsepreise mit 11,3 Prozent überdurchschnittlich stark, Obst wurde um 0,8 Prozent teurer. Günstiger wurden hingegen Molkereiprodukte und Eier (minus 3,8 Prozent) sowie Speisefette und Speiseöle mit einem Preisrückgang von 16,3 Prozent.
Bekleidung und Schuhe verteuerten sich nur geringfügig um 0,3 Prozent. Im Dienstleistungsbereich zogen die Preise stärker an: Übernachtungen kosteten 4,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, Gaststättendienstleistungen 2,9 Prozent mehr. Speisen und Getränke in Restaurants und Gaststätten verteuerten sich um 2,3 Prozent.
Bei den veröffentlichten Zahlen handelt es sich laut dem Statistischen Amt um vorläufige Ergebnisse. Die endgültigen Daten werden im Statistischen Bericht MI2 auf der Internetseite des Amtes veröffentlicht. Die Inflationsrate beschreibt vereinfacht, wie viel mehr ein Durchschnittshaushalt für einen unveränderten Warenkorb aus nahezu allen Waren und Dienstleistungen – von Nahrungsmitteln über Mieten bis hin zu Urlaubsreisen – ausgeben muss. Dabei werden Preissteigerungen und Preissenkungen einzelner Güter entsprechend ihrer Ausgabenanteile gewichtet.




