Firmreise im Pastoralen Raum St. Wendel endet mit Gottesdienst im Bliestaldom

Foto: Jennifer Fell/Bistum Trier

Mit einem festlichen Gottesdienst in der Kirche St. Remigius in Bliesen hat Weihbischof Jörg Peters am Sonntag, 20. September, seine Firmreise durch den Pastoralen Raum St. Wendel abgeschlossen. 51 junge Menschen zwischen 15 und 18 Jahren empfingen dort das Sakrament der Firmung. Mit diesem Schritt bestätigten sie ihre Taufe, bekräftigten ihren Glauben und wurden zu mündigen Mitgliedern der katholischen Kirche.

Schon vor Beginn der Feier füllte sich der fast vollständig besetzte Bliestaldom mit Pop- und Rockmusik aus der Stereoanlage. Die Playlist hatten die Jugendlichen aus den Pfarreien Heiliger Wendelin St. Wendel und Allerheiligen Oberthal-Namborn während ihrer Vorbereitungszeit selbst zusammengestellt. Seit Mai hatten sie sich gemeinsam mit Gemeindereferent Peter Holz und seiner Kollegin Miriam Ritter auf den Tag vorbereitet. Neben einer Klettertour und Stationengängen zur Glaubensreflexion standen verschiedene Wahlangebote auf dem Programm – vom gemeinsamen Kochen über einen Besuch im Hospiz oder beim Bestatter bis hin zu einer Auszeit. Ziel all dieser Aktivitäten sei es gewesen, allein oder in der Gruppe Selbstreflexion und Selbsterfahrung zu erleben und sich dabei stets der Zusage Gottes bewusst zu sein, erklärte Holz.

Nach dem feierlichen Einzug von Weihbischof Peters, Dekan Klaus Leist und den Messdienern berichtete der Gemeindereferent, dass man sich in der Vorbereitung mit Fragen zu sich selbst, zur Firmung und zur Beziehung zu Gott beschäftigt habe. Dabei habe man festgestellt, dass diese Beziehung Pflege brauche, man sich jedoch immer gewiss sein könne, dass Gott einen mit offenen Armen aufnehme und stets hinter einem stehe.

In seiner Predigt griff Peters diesen Gedanken der bedingungslosen Liebe Gottes auf und nahm Bezug auf die Lesung aus Genesis 2,7. „Gott hat aus dem Nichts unsere wunderbare Welt geschaffen, unser Universum, das immer noch am Wachsen ist. Unser Leben ist etwas von Gottes Atem. Jedes neue Geschöpf, jedes Menschenkind ist ein Geschenk, das von Gott gewollt und geliebt und einmalig ist“, konstatierte er und betonte, dass man sich Gottes Liebe nicht verdienen müsse. Ebenso ging er auf das Evangelium (Mk 1,9-11) ein, in dem die Taufe Jesu im Jordan geschildert wird, nach der der Heilige Geist als Taube auf ihn herabkam. Mit der Firmung, so der Weihbischof, vervollkommne und bestärke man die meist von den Eltern gewählte Taufe und bekenne sich zu Gott. Gott sage mit der Firmung zu jedem Einzelnen: „Du bist mein geliebter Sohn, meine geliebte Tochter, dein Leben wird aufgehoben und wichtig sein.“

Im Zentrum des Ritus stand die Salbung mit dem Chrisam-Öl. Die Jugendlichen traten dafür gruppenweise mit ihren Patinnen und Paten vor den Altar. Der Weihbischof legte ihnen die Hände auf, zeichnete mit dem Öl ein Kreuz auf die Stirn und sprach die Formel: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“

Dr. Thomas Trapp vom Pfarrgemeinderat gratulierte den Neugefirmten im Namen der gesamten Pfarrei St. Wendelin: „Richtet den Blick nach vorne und geht mit Zuversicht und Mut euren Weg. Dafür wünsche ich euch Gottes Segen.“

Insgesamt spendete Weihbischof Peters im Pastoralen Raum St. Wendel 166 Jugendlichen das Sakrament der Firmung. Zwischen dem 4. und dem 20. September machte er in Freisen, Oberkirchen, Baltersweiler, St. Wendel und Bliesen Station. Dem Pastoralen Raum gehören neben den Pfarreien Heiliger Wendelin und Allerheiligen auch die Pfarreiengemeinschaft Freisen-Oberkirchen an. In den Pfarreien Heiliger Wendelin und Allerheiligen fand die Firmvorbereitung erstmals in einer solch großen Einheit statt. Gemeindereferent Holz zog ein positives Fazit: „Die Jugendlichen waren verlässlich, offen, interessiert und durchweg tolle Menschen, die es uns sehr leicht gemacht haben.“

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