Der Entsorgungsverband Saar (EVS) will herausfinden, ob die Menschen im Saarland ihren Müll korrekt trennen. Dazu sollen von Ende August 2026 bis voraussichtlich Mitte 2027 die Inhalte von Restabfall- und Biotonnen stichprobenartig analysiert werden. Den Auftrag dafür hat das Institut für ZukunftsEnergie- und Stoffstromsysteme (IZES gGmbH) erhalten.
„Die Ergebnisse der Untersuchung werden uns konkrete Hinweise darüber geben, ob das aktuelle Abfallwirtschaftssystem funktioniert, die Abfälle also überwiegend in den richtigen Gefäßen entsorgt werden oder ob der EVS an einzelnen Punkten z.B. mit Kommunikationsmaßnahmen nachsteuern muss“, so EVS-Geschäftsführer Holger Schmitt. Die gewonnenen Daten fließen zudem in das gesetzlich vorgeschriebene Abfallwirtschaftskonzept ein, das der EVS alle fünf Jahre fortschreiben muss. „In diesem Konzept werden die wesentlichen Zielsetzungen für die saarländische Abfallwirtschaft der kommenden Jahre festgelegt“, erklärte EVS-Geschäftsführer Thomas Collmann.
Bei der Untersuchung geht es nicht darum, komplette Straßenzüge zu erfassen. Vielmehr werden statistisch repräsentative Abfallmengen aus einzelnen Tonnen in unterschiedlichen Bebauungsstrukturen und zu verschiedenen Jahreszeiten entnommen. In der Praxis leert ein kleines Müllfahrzeug die ausgewählten Gefäße, bevor die reguläre Abfuhr mit den gewöhnlichen Fahrzeugen stattfindet. Die so gesammelten Abfallmengen werden anschließend vom IZES in ihrer Zusammensetzung untersucht.
Der EVS betont ausdrücklich, dass die gewonnenen Informationen keine Rückschlüsse auf die Zusammensetzung einzelner Abfallgefäße oder das Konsumverhalten der jeweiligen Haushalte zulassen.




