Eine neue Informationstafel in Dörrenbach erinnert an die „Rund Biech“, eine beeindruckende Rotbuche, die über Jahrhunderte das Dorfbild prägte. Der Baum, der vermutlich zwischen 700 und 800 Jahre alt wurde, stand am Westhang des Hungerberges und überlebte zahlreiche historische Ereignisse, darunter den Dreißigjährigen Krieg. Erst 1972, nachdem er durch Stürme schwer beschädigt wurde, musste er gefällt werden.
Die Rotbuche war nicht nur ein Naturdenkmal, sondern auch ein zentraler Ort der Dorfgemeinschaft. Hier fanden Versammlungen und Feste statt, darunter das „Biechbaal“, ein traditionelles Fest nach der Heuernte. Die Bedeutung des Baumes und des Platzes, auf dem er stand, wird nun durch die neue Tafel gewürdigt, die vom Dörrenbacher Heimatbund aufgestellt wurde. Der Heimatbund, der seit 50 Jahren die Geschichte des Ortes erforscht, lud zur feierlichen Einweihung auch Landrat Udo Recktenwald ein. Dieser betonte die Wichtigkeit der Pflege von Traditionen und des Gemeinschaftsgefühls im Sankt Wendeler Land.
Die Rotbuche lebt weiter im Gedächtnis der Dorfbewohner, was sich auch im Dorfwappen widerspiegelt. Die Tafel ist nun ein weiterer Schritt, um die Geschichte und Bedeutung dieses Ortes für zukünftige Generationen zu bewahren.



