Der Arbeitsmarkt im März 2017 im Landkreis St. Wendel

1.774 Frauen und Männer waren im März arbeitslos gemeldet, 57 weniger als im Februar und 90 weniger als vor einem Jahr (minus 4,8 Prozent). Die Zahl aller Arbeitsuchenden ist um 37 auf 3.713 gesunken. Zu den Arbeitsuchenden gehören neben den fast 1.800 Arbeitslosen (bei Arbeitsagentur und Jobcenter gemeldete Personen, einschl. Langzeitarbeitslose), u.a. auch Personen, die kurzzeitig erkrankt sind, Personen, die mehr als geringfügig beschäftigt sind und vom Jobcenter einen Aufstockungsbetrag zum Lohn erhalten sowie Beschäftigte oder Selbständige, die eine andere Arbeit suchen.

 

„Die Arbeitsmarktwerte im März stimmen zufrieden und waren gemäß der saisonüblichen Entwicklung auch so zu erwarten“, bilanziert Agenturchef Jürgen Haßdenteufel, stellt aber gleichzeitig klar: „In diesem Monat war ein sehr hoher Stellenzugang zu verzeichnen. Auch der Bestand an offenen Stellen ist gestiegen, was einerseits auf eine stabile Wirtschaftslage und andererseits auf einen hohen Fachkräftebedarf in zahlreichen Berufen hinweist. Es bleibt die große Herausforderung, den Bedarf der heimischen Wirtschaft an gut qualifizierten Kräften zu decken und diese Stellen zügig zu besetzen.“

 

Die Arbeitslosenquote lag im März bei 3,8 Prozent, 0,1 Prozent niedriger als im Vormonat.

 

Die Arbeitslosenquoten aller saarländischen Landkreise im Vergleich:

Landkreis St. Wendel: 3,8 Prozent (minus 0,1 Prozent zum Vorjahr)

Landkreis Merzig-Wadern: 5,1 Prozent (minus 1,1 Prozent zum Vorjahr)

Landkreis Saarlouis: 5,7 Prozent (plus 0,2 Prozent zum Vorjahr)

Saarpfalz-Kreis: 5,7 Prozent (minus 0,3 Prozent zum Vorjahr)

Landkreis Neunkirchen: 8,3 Prozent (minus 0,3 Prozent zum Vorjahr)

Regionalverband Saarbrücken: 9,4 Prozent (minus 1,2 Prozent zum Vorjahr)

 

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

 

Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen im März um 37 auf 815 gesunken und lag 36 unter dem Vorjahreswert (minus 4,2 Prozent). Im aktuellen Monat waren 445 Männer und 370 Frauen arbeitslos gemeldet. Dies waren 43 Männer weniger und sechs Frauen mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr ist bei den Männern ein Rückgang, bei den Frauen ein Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen (Männer: minus 11,5 Prozent, Frauen: plus 6,3 Prozent). Bei den bei der Arbeitsagentur gemeldeten Jüngeren unter 25 Jahren hat sich die Arbeitslosigkeit zum Vormonat spürbar verringert. Hier waren 105 Personen gemeldet, 14 weniger als im Februar und 13 weniger als vor einem Jahr (minus 11,0 Prozent). Die Zahl der arbeitslosen über 50-Jährigen lag aktuell bei 358. Sie hat sich gegenüber dem Vormonat um sechs, gegenüber dem Vorjahr um drei verringert (minus 0,8 Prozent).

 

Entwicklung in der Grundsicherung für Arbeitslose

 

Die Arbeitslosigkeit beim Jobcenter des Landkreises St. Wendel ist im März um 20 auf 959 Personen gesunken und lag damit um 54 unter dem Vorjahreswert (minus 5,3 Prozent). 423 Frauen und 536 Männer waren im aktuellen Monat arbeitslos gemeldet. Bei den Frauen ist die Zahl gegenüber dem Vorjahr um 28 (minus 2,4 Prozent), bei den Männern um 26 (minus 4,6 Prozent) gesunken.

Die Zahl der Jüngeren unter 25 Jahren lag im aktuellen Monat bei vier. 282 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren älter als 50 Jahre. Ihre Zahl konnte gegenüber dem Vorjahr um 39 reduziert werden (minus 12,1 Prozent). 373 aller beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen waren bereits ein Jahr und länger arbeitslos. Dies entspricht einem Anteil von 38,9 Prozent an allen Arbeitslosen. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein leichter Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit um 12 (plus 3,3 Prozent). Aktuell sind 293 Ausländer arbeitslos gemeldet, 96 mehr als vor einem Jahr (plus 48,7 Prozent). Der Ausländeranteil an den Arbeitslosen betrug im März 30,6 Prozent.

 

Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit)

 

Die Unterbeschäftigung lag im Bereich der Arbeitslosenversicherung im März bei 1.035 Personen. Das waren 35 bzw. 3,3 Prozent weniger als vor einem Jahr.

 

Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende lag die Unterbeschäftigung im März bei 1.821 Personen (plus 245 bzw. 15,5 Prozent zum Vorjahr).

 

In die Unterbeschäftigung werden neben den registrierten Arbeitslosen auch die Personen einbezogen, die an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen oder aus anderen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden.

 

Stellenmarkt

 

Insgesamt haben Unternehmen der Region dem Arbeitgeberservice 228 offene Stellen zur Besetzung gemeldet, 24 mehr als im Februar und 115 mehr als im März 2016. Seit Jahresbeginn gingen 566 Stellenangebote ein, 168 mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (plus 42,2 Prozent). Aktuell sind noch 708 Stellen offen, 130 mehr als im Vorjahresmonat (plus 22,5 Prozent).

 

Besonders viele Stellen wurden im aktuellen Monat in der Zeitarbeit (91), im Handel (29), im Gastgewerbe (25) und im Bereich der freiberuflichen/wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungen (20) neu gemeldet. Auch im Baugewerbe (15), Verarbeitenden Gewerbe (10) und im Gesundheits- und Sozialwesen (10) wurden neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht.

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