Auftaktveranstaltung Vortragsreihe „Lokale Erzählungen im St. Wendeler Land“: die Reformation

Wie auch bereits in den vergangenen Jahren hat die Kulturlandschaftsinitiative St. Wendel (KuLanI) auch dieses Jahr wieder eine Vortragsreihe im Rahmen ihres Kulturprogramms „St. Wendeler Land steinreich“ zusammengestellt, die den Einwohnern des St. Wendeler Landes einen einfachen Zugang zur Geschichte der Region bieten soll. Im Mittelpunkt der Vortragsreihe „Lokale Erzählungen 5×100“ steht die regionale Entwicklung in der Neuzeit vom 16. bis zum 19. Jahrhundert, wobei sich jeder der fünf Vorträge mit einem neuen Jahrhundert beschäftigt.

Der Auftaktveranstaltung dieser Vortragsreihe fand am vergangenen Dienstag in der Europäischen Akademie in Otzenhausen statt. Nach der offiziellen Begrüßung durch Werner Feldkamp, den Vorsitzenden der KuLanI, richteten auch Landrat Udo Recktenwald und der Pfarrer Gerhard Koepke als Superintendenten des Kirchenkreises Saar ein Grußwort an die Anwesenden.

Werner Feldkamp erklärte zu Beginn der Veranstaltung, dass er sich freue, dass trotz dem schönen Wetter viele Gäste kamen, um sich den Vortrag über die Reformation und ihre politischen Folgen im St. Wendeler Land im 16. Jahrhundert des Referenten Bernhard Planz anzuhören. Er betonte, dass diese Vortragsreihe im Zusammenhang mit früheren Projekten der KuLanI zu sehen sei. Mit dem Ziel, die kulturelle Identität in der Region zu fördern, hatte die KuLanI bereits in den vergangenen Jahren verschiedene Vortragsreihen zusammengestellt, die je einen Abschnitt von 500 Jahren aus den letzten 2500 Jahren im St. Wendeler Land genauer beleuchten sollten.

Udo Recktenwald, der die Veranstaltung nicht nur als Landrat sondern auch als historisch Interessierter besuchte, sprach ein großes Lob an die KuLanI aus, er sei froh, dass sie diese Veranstaltung initiiert haben und unsere Regionalgeschichte so „verständlich, nachvollziehbar und authentisch“ wie nur möglich aufgearbeitet haben. Die Menschen könnten durch die Vortragsreihe einen einfachen Zugang zu ihrer Regionalgeschichte finden und so auch einen konkreten geschichtlichen Bezug zu sich selbst herstellen. Es sei ebenso ein glücklicher Zufall, dass das Thema der Reformation, in dem Jahr, in dem ihr 500-Jähriges Jubiläum gefeiert wird, auch als Ausgangspunkt der lokalen Erzählungen diene, scherzte Recktenwald. Er wünschte den Anwesenden einen spannenden und interessanten Abend, ehe er das Wort an Gerhard Koepke übergab.

Koepke unterstrich nochmals die Wichtigkeit der Reformation, die bis heute nachwirke und dazu führte, dass Kirche und Gesellschaft sich immer weiter verändern und letztlich liberaler und säkularer werden. In Anlehnung an den „blauen Luther“, die blau gefärbten Kopfnachbildungen Luther, die in diesem Jahr vor vielen evangelischen Kirchen zu finden sind, hatte er als kleines Präsent für Recktenwald und Feldkamp sowie für Planz, den Referenten des Abends, eine Martin Luther Playmobilfigur dabei. Diese solle auch als Impuls dienen, spielerisch an das Reformationsjubiläum ranzugehen.

Anschließend begann der eigentliche Vortrag von Bernhard Planz, der gut eine Stunde über die Reformation und ihre politischen Folgen im St. Wendeler Land referierte, wobei er vor allem auf das reformatorische Gedankengut einging und die dazu getroffenen Regelungen in der Region vorstellte.

Die nächsten Vorträge der Reihe finden jeweils alle zwei Wochen dienstags um 19 Uhr statt:

•    11. April: Das 17. Jahrhundert: „Der 30-jährige Krieg im Katastrophen-Jahrhundert“, Rathaus Nohfelden
•    25. April: Das 18. Jahrhundert: „Absolutismus, Aufklärung und die Französische Revolution, Rathaus Tholey
•    09. Mai: Eine Konstante der Neuzeit: Wanderungsbewegungen, Rathaus Oberthal
•    23. Mai: Das (lange) 19. Jahrhundert: „Napoleon, Wiener Kongress und seine politischen Folgen“, Mia-Münster-Haus St. Wendel

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