Saar-Arbeitsmarkt bleibt weiter unter Druck

Der Arbeitsmarkt im Saarland bleibt nach Einschätzung der Wirtschaft angespannt. Zwar sei der jahresübliche Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar etwas geringer ausgefallen als in den Vorjahren (39.800 Menschen sind arbeitslos, Quote: 7,5%), Entwarnung könne dennoch nicht gegeben werden. Das erklärte Frank Thomé, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer des Saarlandes, anlässlich der am 30. Januar von der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.

„Der jahresübliche Anstieg der Arbeitslosigkeit ist im Januar zwar etwas geringer ausgefallen als in den Vorjahren – ein Grund für Entwarnung ist das jedoch keineswegs. Im Gegenteil: Der Stellenabbau im Saarland setzt sich unvermindert fort. Seit fast zwei Jahren geht die Beschäftigung kontinuierlich zurück“, erklärte Thomé.

Als Gründe nannte der IHK-Hauptgeschäftsführer den anhaltend hohen Anpassungsdruck in der Industrie, massive Kostenbelastungen für die Unternehmen sowie weiterhin erhebliche weltwirtschaftliche Risiken. Eine Trendwende sei unter diesen Voraussetzungen derzeit nicht absehbar.

Thomé forderte daher einen deutlichen Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik auf Bundesebene. „Wenn der Arbeitsmarkt wieder an Stabilität gewinnen soll, braucht es endlich einen konsequenten wirtschaftspolitischen Kurswechsel auf Bundesebene“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer. Entscheidend sei es, die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland spürbar zu stärken. Dazu zählte er insbesondere den Abbau von Bürokratie, deutlich schnellere Genehmigungs- und Planungsverfahren sowie eine spürbare Entlastung bei Steuern, Abgaben und Energiekosten.

Nur wenn sich Investitionen in Deutschland wieder rechneten, würden Unternehmen investieren, Arbeitsplätze schaffen und den Arbeitsmarkt nachhaltig stabilisieren, betonte Thomé abschließend.

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