Sternwarte Peterberg empfiehlt: Nach Mitternacht auf dunkle Plätze ausweichen

Bis zum 24. August ziehen wieder vermehrt Sternschnuppen über den Nachthimmel. Die sogenannten Perseiden erreichen ihren Höhepunkt in der Nacht vom 12. auf den 13. August. Die Wetteraussichten für die Beobachtung sind vielversprechend, allerdings könnte der helle Mond die Sicht beeinträchtigen, so die Meldung des SR.

Stefan Laps vom ARD-Wetterkompetenzzentrum prognostiziert für die entscheidenden Nächte auf Montag, Dienstag und Mittwoch einen sternenklaren Himmel. Das Hochdruckgebiet Julia sorge für klare Nächte und tagsüber für reichlich Sonnenschein. „Ein kleines Problem gibt es aber: Durch den Vollmond sind nur die hellsten Perseiden sichtbar“, erklärt Laps. Der Vollmond steht in der Nacht auf Samstag an. Entgegen mancher Annahmen handelt es sich dabei nicht um einen Supermond – dieser wird erst am 7. Oktober, am 5. November und am 5. Dezember zu sehen sein, wenn der Mond der Erde besonders nahe kommt.

Uwe Dillschneider von der Sternwarte Peterberg bestätigt, dass der Vollmond die Beobachtung „erheblich“ störe. Durch den aufgehellten Himmel seien vor allem die schwächeren Perseiden kaum zu erkennen. Für die Sternschnuppenjagd empfiehlt der Experte, die Ortschaften zu verlassen und dunkle Plätze mit freier Rundumsicht aufzusuchen. „Für eine entspannte Beobachtung empfehle ich eine Liege oder Decke. Im Liegen kann man relativ einfach den ganzen Himmel absuchen, ohne sich den Hals zu verrenken“, so Dillschneider. Die erfolgversprechendste Zeit sei zwischen Mitternacht und 4 Uhr morgens, wobei erste Sternschnuppen bereits ab 22 Uhr zu sehen sein könnten.

Das Gelände der Sternwarte Peterberg wird laut Dillschneider häufig von Sternenbeobachtern aufgesucht. Besucher sollten jedoch an der ehemaligen Bergstation oder entlang des Weges parken und nicht bis zur Sternwarte vorfahren. Dies würde andere Beobachter stören. Das Parken auf den Feldern ist nicht gestattet.

Die Perseiden verdanken ihren Namen dem Sternbild Perseus, aus dem sie scheinbar zu entspringen scheinen. Tatsächlich handelt es sich um winzige Partikel des Kometen 109P/Swift-Tuttle, die sich als Staubwolke entlang seiner Bahn im Weltraum verteilt haben. Wenn die Erde diese Staubwolke jährlich durchquert, dringen die Teilchen mit 200.000 Kilometern pro Stunde in die Atmosphäre ein und erzeugen die charakteristischen Leuchtspuren. Je größer die Kometenreste, desto heller erscheinen die Sternschnuppen – manche übertreffen sogar die hellsten Sterne und ziehen einen markanten Schweif hinter sich her. Im Volksmund werden die Perseiden auch als „Laurentius-Tränen“ bezeichnet, benannt nach dem Märtyrer aus dem 3. Jahrhundert nach Christus.

Weitere interessante Artikel:

ANZEIGEN

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Blätterbarer Katalog 2026 mit 44 Seiten:

Weitere Informationen zu den neuen „Gudd-Zweck-STERNZEICHEN-ETIKETTEN“ finden Sie hier:
https://www.gudd-zweck.de/fyi/ho-roos-kop/