Für über 40 Jahre ehrenamtliches Wirken

Kreisbrandmeister Frank Feid mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet

Der saarländische Innenminister Reinhold Jost zeichnet Frank Feid mit dem Bundesverdienstkreuz aus.
Minister Reinhold Jost zeichnet Frank Feid mit dem Verdienstkreuz am Bande aus. (Foto: Manfred Koch)

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den St. Wendeler Kreisbrandmeister Frank Feid für seine herausragenden Leistungen im Feuerwehrwesen das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Die Auszeichnung wurde am Mittwoch, 3. August 2022, durch den saarländischen Minister für Inneres, Bauen und Sport Reinhold Jost in Anwesenheit von Landrat Udo Recktenwald sowie des Nonnweiler Bürgermeisters Franz Josef Barth und zahlreicher weiterer Ehrengäste und Weggefährten im Katastrophenschutzzentrum des Landkreises St. Wendel in Namborn überreicht.

In seiner Laudatio würdigte Minister Jost das mehr als 40-jährige ehrenamtliche Wirken von Frank Feid. Dabei habe er sich weit über das übliche Maß für unsere Gesellschaft eingesetzt.

Frank Feid, Jahrgang 1963, trat 1978 in die Jugendfeuerwehrgruppe seines Heimatlöschbezirks Bierfeld, Gemeinde Nonnweiler, ein und wechselte bereits ein Jahr später in die Einsatzabteilung. Von 1997 bis 1999 bekleidete er das Amt des stellvertretenden Wehrführers in Nonnweiler, bevor er im September 1999 zum Wehrführer gewählt wurde. Dieses Amt übte er nach Wiederwahlen 2005, 2011 und 2017 bis Ende 2021 aus.

Anschließend übernahm er die Funktion eines der beiden Kreisbrandmeister, die als solche den Brandinspekteur des Landkreises vertreten. Feid hatte diese Funktion schon parallel zu seinem Amt als Wehrführer seit 2014 vorübergehend inne.

Zu den Verdiensten von Frank Feid im Amt des Wehrführers gehört insbesondere der gezielte Aufbau einer schlagkräftigen, optimal ausgebildeten und ausgerüsteten Feuerwehr, die den Erfordernissen unserer Zeit in jeder Hinsicht Rechnung trägt. Bei seinen Kameradinnen und Kameraden genießt Frank Feid höchstens Ansehen für seine fachliche Kompetenz und seine Führungsqualitäten, die er auch des Öfteren bei Großereignissen unter Beweis gestellt hat, so vor einem Jahr bei der Flutkatastrophe an Ahr und Kyll.

Mit der Entwicklung des Konzepts „Personal und Material“ und dessen kontinuierlicher Umsetzung unter Feids Federführung hatte die Freiwillige Feuerwehr seiner Heimatgemeinde bereits um die Jahrtausendwende eine Vorreiterposition zur Steigerung von Effizienz und Effektivität eingenommen. Nach diesem Konzept wurden neue Spezialfahrzeuge und -geräte systematisch auf die acht Löschbezirke aufgeteilt. Zugleich wurden jedem Löschbezirk übergreifende Aufgaben für das gesamte Gemeindegebiet zugewiesen. Um der demographischen Entwicklung wirksam begegnen zu können, wurden zudem neue Ausrückmodelle mit entsprechenden Fahrzeugkombinationen entwickelt.

Das Konzept ist aufgegangen. Die gezielte Aufgabenverteilung hat auch maßgeblich dazu beigetragen, dass die acht Löschbezirke der Gemeinde sukzessiv zusammengewachsen sind.

Unter der Regie von Frank Feid kam der Feuerwehr Nonnweiler 2006 mit der Erstellung ihres ersten Brandschutzbedarfsplans eine weitere Vorreiterrolle zu. Ein in dieser Angelegenheit bestellter bundesweit anerkannter Sachverständiger hatte das Nonnweiler Konzept zur optimalen Ausnutzung des zur Verfügung stehenden Materials als mustergültig und wegweisend eingestuft. Und dieses Konzept greift nach wie vor.

Für sein herausragendes Engagement wurde Frank Feid bereits mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber und in Gold ausgezeichnet.

„Mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande“, so Minister Jost, „wird Frank Feid für sein Wirken nun mit der höchsten Auszeichnung unseres Landes geehrt. Ich freue mich sehr, dass ich Frank Feid dieses Zeichen der Wertschätzung durch die Gesellschaft, für die er sich so viele Jahre seines Lebens eingesetzt hat und immer noch einsetzt, überreichen darf.“

Übrigens: für Nachwuchs ist im wahrsten Sinne des Wortes gesorgt; denn Feids Sohn Jannik (27) wurde kürzlich einstimmig zum Löschbezirksführer seines Heimatortes Bierfeld gewählt.

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