Weniger Zuwanderung gleicht Sterbeüberschuss nicht aus

Symbolbild

Die Einwohnerzahl des Saarlandes ist im Jahr 2025 weiter gesunken. Ende des Jahres lebten 1.007.342 Menschen im kleinsten Flächenland Deutschlands – das sind 4.835 weniger als noch zwölf Monate zuvor. Nach Angaben des Statistischen Amtes Saarland starben deutlich mehr Menschen als geboren wurden. Gleichzeitig ging die Zuwanderung spürbar zurück.

Der Sterbeüberschuss erreichte 7.097 Personen. Im gesamten Jahr 2025 kamen 7.341 Kinder zur Welt, während 14.438 Menschen starben. Zwar zogen mehr Menschen ins Saarland als es verließen – der Wanderungsgewinn von 2.434 Personen konnte das hohe Geburtendefizit jedoch nicht ausgleichen. Im Vorjahr lag der Zuwanderungsüberschuss noch bei 5.104 Personen.

Die meisten Babys wurden im Regionalverband Saarbrücken geboren (2.642), gefolgt vom Landkreis Saarlouis (1.429) und dem Landkreis Neunkirchen (1.036). In der Landeshauptstadt selbst kamen 1.541 Kinder zur Welt. Die wenigsten Geburten verzeichneten die Gemeinden Gersheim (25), Perl (29) und Weiskirchen (36).

Bei den Müttern lag das häufigste Gebäralter zwischen 33 und 34 Jahren (536 Geburten), gefolgt von der Altersgruppe 30 bis 31 Jahre (523). Von den Neugeborenen hatten 5.033 eine deutsche Mutter und 2.308 eine nicht-deutsche. Bei 4.950 Kindern waren die Eltern verheiratet, bei 2.391 nicht.

Die Zuwanderung aus dem Ausland ging von 18.244 auf 15.693 Personen zurück. Hauptsächlich kamen Menschen aus der Ukraine (2.071), Syrien (1.786), Rumänien (1.760) und Bulgarien (645). Insgesamt wanderten 12.671 Ausländer wieder aus, was einen Überschuss von 3.022 nicht-deutschen Personen ergibt.

Im Austausch mit anderen Bundesländern verlor das Saarland 588 Einwohner. Es zogen 10.949 Menschen aus anderen Bundesländern zu, während 11.537 das Saarland in Richtung anderer Bundesländer verließen.

Die Zahl der deutschen Staatsbürger sank um 6.084 auf 853.186 Personen. Die Zahl der Ausländer stieg hingegen um 1.249 auf 154.156. Damit erhöhte sich der Ausländeranteil leicht von 15,2 auf 15,3 Prozent der Gesamtbevölkerung.

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