Am Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier wurde eine neue Anlage zur Herstellung klimaneutralen Metallpulvers erfolgreich in Betrieb genommen und setzt damit Maßstäbe für nachhaltige additive Fertigung.
Die Anlage arbeitet nach dem sogenannten VIGA-Verfahren (Vakuum-Inertgas-Verfahren). Dabei werden metallische Abfälle zunächst aufgeschmolzen und anschließend mithilfe von Gas verdüst. Der gesamte Prozess erfolgt mit grünem Strom, auch die eingesetzten Gase werden unter Nutzung erneuerbarer Energien erzeugt. So entsteht klimaneutrales Metallpulver, das insbesondere für den 3D-Druck von großer Bedeutung ist.
Realisiert wurde das Projekt im Rahmen des „CZS Center KRAFt“, das sich mit Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz in der additiven Fertigung beschäftigt. Gefördert wird es von der Carl-Zeiss-Stiftung, zusätzliche Unterstützung kam vom rheinland-pfälzischen Wissenschaftsministerium. Die Anlage gilt bereits jetzt als Leuchtturmprojekt, da es in der Region keine vergleichbare Einrichtung an einer Hochschule gibt.
Wissenschaftlich arbeitet der Umwelt-Campus eng mit dem Karlsruher Institut für Technologie sowie der Hochschule Aalen zusammen. Gemeinsam sollen Materialkreisläufe geschlossen und die Effizienz additiver Fertigungsprozesse weiter verbessert werden. Dazu werden unter anderem Energie- und Stoffbilanzen detailliert analysiert und optimiert.
Projektleiter Prof. Michael Wahl betonte den hohen Aufwand beim Aufbau der Anlage und dankte allen Beteiligten für ihre Unterstützung. Mit der Inbetriebnahme eröffnen sich nun neue Möglichkeiten in Forschung und Entwicklung, wodurch sich der Standort weiter als Zentrum für nachhaltige Innovationen positioniert.
Das Projekt wird bis April 2031 mit insgesamt zwölf Millionen Euro gefördert. Unternehmen und Institutionen sind eingeladen, sich an Kooperationen zu beteiligen.



