Seit zwei Jahrzehnten besteht die Ordnungspartnerschaft für den Bahnhof St. Wendel, eine Kooperation zwischen der Kreisstadt, der Bundespolizeiinspektion Saarbrücken, der Landespolizei St. Wendel und der Deutschen Bahn. Die beteiligten Partner ziehen eine durchweg positive Bilanz und haben im Rahmen eines Vor-Ort-Termins im Rathaus St. Wendel ihre Absicht bekräftigt, die bewährte Zusammenarbeit auch in den kommenden Jahren fortzusetzen.
Die Grundpfeiler der Partnerschaft, die im Jahr 2003 begann und 2004 auf Dauer angelegt wurde, bestehen aus einem intensiven Informationsaustausch, kurzen Abstimmungswegen, fest verteilten Aufgaben und konkreten Ansprechpartnern. Diese Struktur ermöglicht ein effizientes Handeln auf kurzen Dienstwegen und eine hohe Präsenz vor Ort.
Besucher:innen und Fahrgäste profitieren aus der Ordnungspartnerschaft. Dazu gehören regelmäßige Streifen der Bundespolizei- und Landespolizeikräfte, die möglicher Kriminalität durch ihre aktive Präsenz entgegenwirken. Ergänzend dazu führt ein von der Stadt beauftragtes Sicherheitsunternehmen mehrmals wöchentlich Tages- und Nachtstreifen durch, während Sicherheitskameras zur Videoüberwachung installiert wurden.
Ein zentraler Fokus der Partnerschaft liegt auch auf der Sauberkeit des Bahnhofs und seiner Umgebung. Die Stadt St. Wendel investiert erhebliche Mittel in zusätzliche Reinigungen der Bahnhofshalle und Personenunterführung. Seit 2013 hat die Kreisstadt allein hierfür rund 180.000 Euro für wöchentlich vier Grob- und zwei Feinreinigungen der Halle, sowie zwei Grobreinigungen der Personenunterführung investiert. Auch wiederholt auftretende Verunreinigungen durch Graffiti können im Zuge der Ordnungspartnerschaft schneller und effizienter beseitigt werden.
Die erfolgreiche Zusammenarbeit begann vor 20 Jahren als zeitlich befristetes Modell, um Ordnungswidrigkeiten und Straftaten wirksamer zu bekämpfen. Seit der Festlegung auf eine dauerhafte Kooperation im Jahr 2004 wurde das Sicherheitskonzept kontinuierlich weiterentwickelt. Eine 2013 unterzeichnete Ergänzung übertrug das untergeordnete Hausrecht für die Bahnhofshalle und die Unterführung in Richtung Gleis 5 an die Stadt St. Wendel, was zu einer noch effektiveren Reaktion auf Störungen führte. 2018 wurde das Maßnahmenpaket durch die Installation von elf Sicherheitskameras erweitert.
Peter Klär, Bürgermeister der Stadt St. Wendel: „Die Sicherheitspartnerschaft am St. Wendeler Bahnhof – initiiert von Klaus Bouillon – hat sich bewährt. Das zeigte sich auch im Jahr 2018, als wir gemeinsam mit dem damaligen Innenminister mehrere Sicherheitskameras zur Videoüberwachung installieren konnten. Diese trugen als weiterer Baustein der Sicherheitspartnerschaft mit dem saarländischen Innenministerium, der Polizei und der Deutschen Bahn dazu bei, den St. Wendeler Bahnhof ein Stück sicherer zu machen. Jetzt müssen wir gemeinsam mit diesen Partnern die angrenzenden Gebäude und weitere dunkle Ecken entfernen und so einen weiteren Schritt zu mehr Sicherheit und Sauberkeit gehen.“
Torsten Lang, Innenstaatssekretär Saarland: „Für das objektive Sicherheitsgefühl am Bahnhof St. Wendel sorgt die Polizei seit über 20 Jahren erfolgreich. Sicher sein und sich sicher fühlen ist aber eine Herausforderung für alle Akteure. Kriminologische Studien zeigen, dass Sauberkeit ebenso wie Licht und Farbe das subjektive Sicherheitsgefühl deutlich verbessern. Es sollte deswegen ein Anliegen aller Akteure sein, am Bahnhof St. Wendel auch weiterhin die „Wohlfühlfaktoren“ ernst zu nehmen, wie es die Landesregierung und die Bundespolizei für ihre Aufgabenbereiche tun, um das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger zu verstärken.“
Dr. Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Rheinland-Pfalz und das Saarland: „Wir freuen uns, heute hier in St. Wendel auf 20 Jahre erfolgreiche Ordnungspartnerschaft zurückblicken zu können und werden diese auch in Zukunft fortführen. Insbesondere möchten wir damit auch andere Kommunen im Saarland ermutigen, eine Ordnungspartnerschaft mit Bundes- und Landespolizei anzustreben, um unseren Fahrgästen und den Bürgern glaubwürdig das Gefühl von Sicherheit und Ordnung an den Bahnhöfen vermitteln zu können.“
Julian Neumann, Bundespolizeiinspektion Saarbrücken: „Das Bundespolizeirevier Neunkirchen, welches für das Jahr 2024 geplant ist, wird die Präsenz von Polizeikräften im Nordsaarland und mithin am Bahnhof in St. Wendel merklich verstärken. Gleichzeitig wird so eine noch intensivere Kooperation und Zusammenarbeit zwischen der Bundes- und Landespolizei bestrebt.“
Quelle: Deutsche Bahn AG



