Christopher Schmidt und Andreas Schmidt über die Herausforderungen und Aufgaben im Bereich Planung & Bau

WVW St. Wendel: Effiziente Planung und nachhaltige Modernisierung des Trinkwassernetzes

Christopher Schmidt und Andreas Schmidt leiten ein Team von 11 Mitarbeitern, das für die Planung, Projektsteuerung, den Bau und das GIS (Geographisches Informationssystem) im Bereich Wasser zuständig ist

Die Baubeauftragten der WVW, Christopher Schmidt und Andreas Schmidt, leiten ein Team von 11 Mitarbeitern, das für die Planung, Projektsteuerung, den Bau und das GIS (Geographisches Informationssystem) im Bereich Wasser zuständig ist. Die Arbeit des Teams erstreckt sich über die Instandhaltung eines umfangreichen Trinkwasserleitungsnetzes von 800 Kilometern Länge. „Unser Auftrag besteht darin, jährlich etwa 1% des Leitungsnetzes zu erneuern“, berichtet Andreas Schmidt.

Das Trinkwassernetz der WVW ist teilweise mehr als hundert Jahre alt und umfasst Leitungen, die regelmäßig saniert werden müssen. Während einige dieser alten Leitungen noch in gutem Zustand sind, müssen insbesondere Leitungen aus den 70er Jahren häufig erneuert werden. Durch kontinuierliche Baumaßnahmen im gesamten Versorgungsgebiet stellt das Team sicher, dass die Wasserleitungen stets auf dem neuesten Stand der Technik sind.

Projektmanagement und Zusammenarbeit

Die Baubeauftragten der WVW übernehmen die vollständige Projektplanung und -steuerung für die Erneuerung und den Bau von Wasserleitungen. Dies umfasst die Bestellung der notwendigen Firmen, die Abstimmung mit den Gemeinden und die detaillierte Planung der zu erneuernden Leitungen. „Wir arbeiten eng mit den Kommunen zusammen und überwachen den Bau, inklusive Materialbestellungen, Kostenschätzungen und Beauftragungen der Tiefbaufirmen“, erläutert Christopher Schmidt. Derzeit laufen zehn Baustellen parallel, während über das Jahr verteilt insgesamt 15 bis 20 Bauprojekte betreut werden.

Jeden Tag fahren die Baubeauftragten zu den Baustellen, überprüfen den Baufortschritt, klären Hausanschlüsse mit den Kunden und erstellen Protokolle. „Unser Team hat den Überblick über das gesamte Netz und sorgt dafür, dass alle Arbeiten reibungslos ablaufen“, so Schmidt weiter.

In den letzten Jahren hat die Bürokratie im Bauwesen erheblich zugenommen. Neue Verordnungen, insbesondere die Ersatzbaustoffverordnung, haben die Maßnahmen verteuert und den Aufwand erhöht. Die Planungsarbeit umfasst auch die Erstellung von Aufmaßen und die Dokumentation der Leitungen im GIS. „Das GIS ist wie eine Landkarte für unsere Leitungen mit allen Sachdaten“, erklärt Schmidt. Dieses System ermöglicht es der WVW, detaillierte Statistiken zu führen und fundierte Entscheidungen über notwendige Erneuerungen zu treffen.

Großprojekte und Modernisierung

Ein aktuelles Großprojekt ist der Bau eines neuen Hochbehälters in St. Wendel, der drei alte ersetzen wird. Mit einem Gesamtvolumen von 5500 Kubikmetern wird dies der größte Hochbehälter, den die WVW je hatte. „Dieser Hochbehälter dient der Sicherstellung der Versorgung der Kernstadt und des Ostertals“, erklärt Christopher Schmidt. Auf der Dachfläche wird eine Solaranlage installiert, um den benötigten Strom für die Pumpen zu erzeugen.

Neben den Leitungen betreut die WVW auch insgesamt vier Wasserwerke in Oberlinxweiler, Winterbach, Eiweiler und Oberkirchen. „Wir sanieren Bauwerke und technische Anlagen, vom Verputz bis zur maschinentechnischen Ausrüstung“, erklärt Andreas Schmidt. Diese umfassende Betreuung gewährleistet, dass die Wasserwerke stets optimal funktionieren und den hohen Standards entsprechen.

Die WVW investiert jährlich über drei bis vier Millionen Euro in den Wasserleitungsbau, um die Infrastruktur stetig zu verbessern und zu modernisieren. Zudem haben wir ein Energiemanagementsystem, mit dem wir unsere Energieströme überwachen und versuchen, uns an allen Stellen, wo wir Energie verbrauchen, energetisch besser aufzustellen“, erläutert Andreas Schmidt. Besonders der Stromverbrauch der Pumpen wird genau überwacht, da dieser den größten Energiebedarf darstellt. Durch den Einsatz energieeffizienter Pumpen und eine optimierte Auslegung der Leistung konnte der Energieverbrauch in den letzten Jahren erheblich reduziert werden.

Durch sorgfältige Planung, enge Zusammenarbeit mit den Kommunen und den Einsatz moderner Technik gewährleisten sie eine zuverlässige Wasserversorgung. „Unser Ziel ist es, die Infrastruktur stetig zu verbessern und gleichzeitig nachhaltig und energieeffizient zu arbeiten“, schließt Andreas Schmidt ab.

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